Studie

Wie Jugendliche ihre Eltern austricksen

published: 13.08.2012

Viele Eltern wissen nicht, was ihre Kinder im Internet so treiben (Foto: HBRH/shuttertsock.com) Viele Eltern wissen nicht, was ihre Kinder im Internet so treiben (Foto: HBRH/shuttertsock.com)

Das US-Sicherheitsunternehmen McAfee hat sich mit dem Online-Verhalten von amerikanischen Teenagern beschäftigt und dabei herausgefunden, wie sie ihre Eltern austricksen. Etwa 53 Prozent der Teenager löscht einfach die Browser-Historie oder schließt schnell das Computerprogramm, wenn die Eltern das Zimmer betreten. 23 Prozent verschweigen Dinge oder lügen über ihre Online-Aktivitäten. Etwa genauso viele Heranwachsende schalten den "surf in private"-Modus des Browsers ein. Beim Surfen werden dann keinerlei Daten gespeichert, so dass Eltern ihr Online-Verhalten nicht nachvollziehen können. Viele Jugendliche kennen auch bereits die negativen Seiten der Social-Media-Netzwerke, wie die Studie zeigt. Über die Hälfte waren schon einmal Zeugen von Cyber-Mobbing. Knapp 20 Prozent wurden selbst zu Opfern - und nur wenige Eltern wissen, dass ihre Kinder damit überhaupt Erfahrungen gemacht haben. Vergleichende Studien in Europa kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

Dialog zwischen Eltern und Kind

Insgesamt gibt es laut der Untersuchung bei Erziehungsberechtigten einigen Nachholbedarf: Viele gingen zu blauäugig mit dem Thema um. Darunter leide aber der wichtige Dialog mit Heranwachsenden über die Online-Risiken. Eltern könnten zudem schlechter einschätzen, wie viel Zeit ihr Kind wirklich im Internet verbringt. Manche versuchten mit Hilfe von Kontrollsystemen oder dem Besitz von Passwörtern in die Offensive zu gehen. Gespräche zwischen Eltern und Kind sollten trotzdem stattfinden, so die Studienautoren, weil beide Seiten die Gefahren im Internet oft unterschätzten.

[PA]

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