Schulpflicht

Härtere Strafen fürs Schuleschwänzen?

published: 03.09.2012

Manche Schulschwänzer werden zwangsweise von der Polizei in die Schule gebracht (Foto: Public Address) Manche Schulschwänzer werden zwangsweise von der Polizei in die Schule gebracht (Foto: Public Address)

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert härtere Bußgelder fürs Schuleschwänzen. Schuleschwänzen sei oft der Anfang von Langzeitarbeitslosigkeit, deshalb sei es entscheidend, den Anfängen zu wehren, so die CDU-Politikerin.

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"50 Prozent der Langzeitarbeitslosen hat keinen Schul- oder Berufsabschluss", sagte von der Leyen der "Berliner Morgenpost". Die 53-Jährige fordert, dass die Schulen sich gleich am ersten Tag des unentschuldigten Fernbleibens eines Schülers mit den Eltern in Verbindung setzen sollten.

Wie wird Schuleschwänzen bestraft?

Bußgelder von bis zu 100 Euro, Ableistung von Sozialstunden, Zwangstransport in die Schule durch die Polizei oder Jugendarrest für Wiederholungstäter und Dauerschwänzer sind gängige Sanktionen gegen die unerlaubte Abwesenheit von der Schule. Die Geldstrafen treffen bei minderjährigen Schulpflichtigen die Eltern oder Erziehungsberechtigten.


Von der Schulbank in den Knast

Was bedeutet Schulpflicht?

Als Schulpflicht bezeichnet man die gesetzliche Verpflichtung für Kinderund Jugendliche, ab einem bestimmten Alter eine Schule zu besuchen. Die Schulpflicht muss bei Minderjährigen durch die Eltern oder Erziehungsberechtigten umgesetzt werden. In den meisten Bundesländern ist festgeschrieben, dass Schüler neun Jahre lang die Schule besuchen, in einigen Bundesländern dauert die Vollzeitschulpflicht sogar zehn Jahre. Nach Ablauf der Vollzeitschulpflicht beginnt die Berufsschulpflicht.

2011 wurden in Hamburg 132 Schulschwänzer in den Jugendknast eingeliefert. Jedes Jahr bleiben rund 1200 Hamburger Kinder der Schule dauerhaft fern. In Berlin wurden im vergangenen Schuljahr insgesamt 737 Bußgeldverfahren gegen Eltern von Schulschwänzern eingeleitet.









[PA]

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