Internetstudie

Jugendliche halten Netzaktivität geheim

published: 25.11.2012

Das gewohnte Bild in Europas Kinderzimmern? Viele Jugendliche surfen geheim im Internet und erkennen die dortigen Gefahren oft nicht (Foto: Stock-Studio/shutterstock.com) Das gewohnte Bild in Europas Kinderzimmern? Viele Jugendliche surfen geheim im Internet und erkennen die dortigen Gefahren oft nicht (Foto: Stock-Studio/shutterstock.com)

Das Internet ist aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Zuhause sind wir schon lange dauervernetzt und auch mobil ist es überall möglich, schnell auf Facebook zu gehen oder Mails zu checken. Die Gefahren des Internets sind jedoch nicht zu unterschätzen, trotz aller Bequemlichkeiten, die uns das World Wide Web bietet. Vor allem unter Jugendlichen ist ein sorgloser Umgang mit dem Netz zu beobachten, wie eine Studie des US-amerikanischen Sicherheitssoftwareherstellers McAfee beweist. Europaweit haben mehr als 1000 Teenager zwischen 13 und 17 Jahren an der Studie teilgenommen, die auch zeigt, dass es eine gefährliche Diskrepanz zwischen dem, was die Jugendlichen ihren Eltern über ihr Internetverhalten erzählen, und dem tatsächlichen Zustand gibt.

Ungerechtfertigtes Vertrauen der Eltern?

71 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihre Eltern ihnen vertrauen würden. Aus Sicht der Eltern sind europaweit ein Drittel davon überzeugt, dass sie alles erfahren, was ihre Kinder im Internet machen. Doch das Vertrauen scheint nicht gerechtfertigt, wenn man sich einmal folgende Zahlen betrachtet: 43 Prozent der Jugendlichen geben zu, Videos anzusehen, die nicht für sie geeignet sind. 34 Prozent haben bereits illegale Dateien wie Videos oder Musik heruntergeladen. Den Zugang zu pornografischem Inhalt bestätigte gut ein Viertel der knapp 1.200 Befragten. Auch Schulaufgaben oder ganze Klausuren sind regelmäßig das Ziel der europäischen Jugend. Geradezu erschütternd wirkt folgendes Studienergebnis: 6 Prozent der Teilnehmer bestellten bereits Alkohol oder sogar Drogen über das Internet.

Tricks zum Vertuschen

Um das alles vor den Eltern geheim zu halten, wenden sie viele Tricks an. Fast die Hälfte der Befragten verkleinert das Browserfenster, sobald jemand anderes das Zimmer betritt - eine unaufwändige, dafür aber sehr wirksame Methode. Auch das Löschen der Browser-Historie erfreut sich großer Beliebtheit - dafür entscheiden sich allein in Deutschland 45 Prozent der surfenden Jugendlichen regelmäßig. Immerhin 17 Prozent haben für ihre geheimen Zwecke eine eigene E-Mail-Adresse angelegt, die sie vor ihren Eltern verstecken.

Sorgloser Umgang mit persönlichen Daten

Eine weitere Gefahr im Internet stellt die Freigabe persönlicher Daten dar, wie beispielsweise Weitergabe des eigenen Namens, der Handynummer oder der Hausadresse. 12 Prozent der befragten Jugendlichen haben überhaupt kein Problem damit, diese Angaben öffentlich zu machen. Auf der Seite der Eltern sind es immerhin 17 Prozent, die das für komplett unbedenklich halten.


[PA]

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