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Universität Bern

Verhindern Bakterien Diabetes?

published: 30.01.2013

Die Bakterien (rot) der Darmflora produzieren Hormone, die über den Darm (blau) in den Körper gelangen (Foto: Universität Bern) Die Bakterien (rot) der Darmflora produzieren Hormone, die über den Darm (blau) in den Körper gelangen (Foto: Universität Bern)

Unser Körper enthält 100 Billionen Bakterien - zehnmal mehr als Körperzellen. Fast alle Bakterien, knapp 99 Prozent, leben im Darmbereich. Für die Gesundheit sind Bakterien wichtig, denn sie helfen uns bei der Nahrungsmittelverdauung oder versorgen uns mit Vitaminen. Außerdem stoppen "gute" Bakterien diejenigen, die beispielsweise im Darm Gewebe angreifen und Krankheiten wie Morbus Crohn auslösen können. Forscher der Universität Bern sind nun zu dem Ergebnis gekommen, dass die "guten" Bakterien sogar den Ausbruch von Typ-I-Diabetes verhindern können.

Die Bauchspeicheldrüse produziert das Hormon Insulin, welches den Zuckergehalt des Bluts regelt. Typ-I-Diabetes entsteht dann, wenn die Zellen der Bauchspeicheldrüse vom Immunsystem des Körpers angegriffen werden. An diesem Punkt setzen die Resultate der Berner Wissenschaftler an: Sollte es tatsächlich Bakterien geben, die diese Immunzellen unschädlich machen oder die beschädigten Bauchspeicheldrüsenzellen reparieren können, entstehen neue Therapiemöglichkeiten für Diabetiker. Sogar eine Verhinderung der Krankheit bei Risikopatienten oder eine Heilung von bereits Erkrankten wäre dann möglich.

[PA]

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