Jungsanitäter an Schulen

"Ein Leben retten"

published: 18.09.2013

Fabian (r.), seine Freunde und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (2.v.l.) setzen sich für Erste-Hilfe-Maßnahmen ein (Foto: Public Address) Fabian (r.), seine Freunde und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (2.v.l.) setzen sich für Erste-Hilfe-Maßnahmen ein (Foto: Public Address)

Fabian kann Menschen, die schwer verletzt sind, sofort helfen. Der 17-jährige Schüler ist seit Juni ausgebildeter Schulsanitäter. "Es ist wichtig, dass man weiß, was man im entscheidenden Moment tun muss", sagt der Zwölftklässler aus Hamburg. Dafür haben er und zwölf weitere Schüler und Schülerinnen an einer Ausbildung vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zu Schulsanitätern teilgenommen - in ihrer Freizeit. Schulleiter Christian Borck führte den Schulsanitätsdienst am Heinrich-Heine-Gymnasium ein. "Es ist wichtig", findet Borck, "die Schülerinnen und Schüler schon möglichst früh zu einem verantwortlichen Handeln, auch der Allgemeinheit gegenüber, zu erziehen."

Schnelligkeit rettet Leben

Das Universitätsklinikum Eppendorf organisiert zusammen mit anderen Kliniken die bundesweite "Woche der Wiederbelebung – 100pro Reanimation". Dies geschieht unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Daniel Bahr. Alle Beteiligten freuen sich, dass Schüler die Ausbildung zu Ersthelfern absolvieren. In Deutschland wüssten immer noch zu wenig Menschen, was nach einem Unfall zu tun ist. Doch gerade auf Schnelligkeit komme es an, weiß Oberarzt Dr. Malte Issleib. Beispielsweise nach einem Herzstillstand seien die ersten fünf Minuten entscheidend. "Es muss unbedingt eine Herzlungenmassagen durchgeführt werden", so der Fachmann. "Auch vor eventuellen Rippenbrüchen darf man nicht zurückschrecken. Wichtig ist, dass man dem Betroffen sofort hilft", betont er.

HSV-Fußballprofi Zhi Gin Lam wirbt ebenfalls für mehr Aufklärung über Erste Hilfe. Beim Fußballtraining stehe immer ein Arzt einsatzbereit neben dem Spielfeld. Im Alltag jedoch komme es auf jeden Einzelnen an, so der Torschütze vom fünften Bundesliga-Spieltag. Umso wichtiger sei es, sich mit sofortigen Hilfsmaßnahmen auszukennen.

Ein Gewinn für alle

Der Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, zeigte sich glücklich über die Zusammenarbeit von Krankenhaus und Schulen. So unterrichte man Schüler und Schülerinnen frühestmöglich in Erster Hilfe. Dieses Engagement komme am Ende allen zu Gute. Fabian und seine Freunde sind dank ihrer Ausbildung beim ASB für den Ernstfall gerüstet. Die Lust, Ersthelfer zu bleiben und Menschen zu helfen, ist bei dem Zwölftklässler auf jeden Fall geweckt. Nach seinem Abitur will Fabian Medizin studieren.

[Fabio]

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