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Umweltschutz

Das Ende der Plastiktüte?

published: 04.11.2013

71 Plastiktüten benutzt jeder Bundesbürger im Jahr (Foto: padu_foto/shutterstock.com) 71 Plastiktüten benutzt jeder Bundesbürger im Jahr (Foto: padu_foto/shutterstock.com)

Das neue T-Shirt von H&M, den Lippenstift von Rossmann, die Dose Cola beim Kisok: Sie alle landen schnell in den praktischen dünnen Plastiktüten, die uns die Geschäfte umsonst mitgeben. 71 Plastiktüten benutzt jeder Bundesbürger im Jahr, europaweit sind es sogar 200. Viele der Beutel werden nicht richtig entsorgt, sondern landen in der Natur. Die Tüten gelangen über Flüsse ins Meer. Strömungen treiben sie dort zu richtig gehenden Plastikteppich auf den Ozeanen zusammen. Da sie aus extrem dauerhaftem Kunststoff bestehen, können sie nicht abgebaut werden. Viele Fische und Vögel verheddern sich im Müll oder schlucken winzige Plastikteilchen.


94 Prozent aller Nordseevögel haben Plastikreste im Magen. Dadurch geraten die Kunststoffpartikel in den Nahrungskreislauf und schaden nicht nur der Umwelt und den Tieren, sondern auch dem Menschen. Das Problem ist dramatisch: Wie die Fachzeitschrift "Asian Scientist" berichtete, würde der Müllteppich in den Ozeanen noch Hunderte Jahre weiter anwachsen, selbst wenn wir sofort aufhörten, Plastik zu produzieren.


Jetzt sagt Europa den Plastiktüten den Kampf an. Am Montag stellt EU-Umweltkommissar Janez Potocnik den Entwurf für eine Richtlinie vor. Diese soll dafür sorgen, dass bald weniger Plastiktüten in den Umlauf geraten. Einzelne EU-Länder könnten dann Plastiktüten verbieten oder besteuern. Dafür ist dann zusätzlich die Zustimmung der EU-Staaten und des Europaparlaments notwendig. Doch schon jetzt kann der einzelne seinen Konsum umstellen. Dabei muss gar nicht "Jute statt Plastik" das Motto sein: Auch Baumwoll-Beutel, deine normale Schultasche, Rucksack oder Messenger-Bag tun gute Dienste, wenn es darum geht, den Einkauf zu verstauen.



[PA]

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