Super Tuesday

Clinton und Trump bauen ihren Vorsprung aus

published: 02.03.2016

Hillary Clinton ist die Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten (Foto: Joseph Sohm / Shutterstock.com) Hillary Clinton ist die Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten (Foto: Joseph Sohm / Shutterstock.com)

Bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft haben die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump ihre innerparteiliche Führung ausgebaut. Beide gewannen am so genannten Super Tuesday eine Mehrheit von sieben Staaten und sicherten sich eine deutliche Mehrheit an Delegiertenstimmen. Trumps Rivale Ted Cruz siegte in seinem Heimatstaat, dem delegiertenreichen Texas, in Oklahoma sowie Alaska. Der erzkonservative Senator, der sich auch in Iowa durchgesetzt hatte, bleibt damit Trumps hartnäckigster Verfolger. Der Hoffnungsträger des Partei-Establishments, Marco Rubio, schnitt schlechter ab. Der Senator aus Florida hatte nur im Caucus von Minnesota die Nase vorn.


Die Primaries der Demokraten haben ebenfalls eine eindeutige Siegerin: Hillary Cinton. Die ehemalige Außenministerin, Senatorin und First Lady fand besonders in den großen, delegiertenreichen Staaten im Süden die Zustimmung der Wähler. Sie holte Texas, Virginia, Alabama, Georgia, Arkansas und Tennessee mit beeindruckenden 30 bis 60 Prozentpunkten Abstand. Ihr Erfolg stützt sich u.a. auf die starke Unterstützung von Seiten der Afroamerikaner, die zu weit über 80 Prozent für Clinton votierten. Nur im weißeren Massachusetts wurde es knapp, doch auch diesen Staat entschied die Frau des früheren Präsidenten Bill Clinton für sich, obwohl sich ihr linker Konkurrent Bernie Sanders hier Chancen auf einen Sieg ausgerechnet hatte. Der Senator freute sich immerhin über Mehrheiten in Oklahoma, Minnesota, Colorado und seinem Heimatstaat Vermont. Die Margen seiner Siege waren jedoch mit Ausnahme des winzigen Vermont geringer und die Staaten im Durchschnitt deutlich kleiner.


Clinton hat am Super Tuesday ihren Vorsprung an Delegierten also kräftig ausgebaut. Sie erhielt laut CNN etwa 492 neue Wahlleute - gegenüber etwa 330 für ihren 74-jährigen Konkurrenten - und kann nun auf ca. 1055 Delegierte zählen. Sanders hat lediglich etwa 418 auf seiner Seite. Für die Nominierung brauchen beide jedoch 2.383 Delegierte. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, auch wenn es kaum denkbar ist, dass Sanders Clinton noch überholt. Der demokratische Sozialist wird wohl nicht vorzeitig aus dem Rennen aussteigen. Warum auch: Im Februar stellte er sogar einen Spendensammelrekord auf. Seine Anhänger gaben ihm zumeist online Kleinspenden von insgesamt 42 Millionen Dollar.



Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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