Corona-Krise

Großveranstaltungen bis Ende August verboten

published: 15.04.2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bekannt gegeben, dass die Kontakt- und Reisebeschränkungen bis zum 3. Mai verlängert werden (Archivfoto: Thomas Stolte/Public Address) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bekannt gegeben, dass die Kontakt- und Reisebeschränkungen bis zum 3. Mai verlängert werden (Archivfoto: Thomas Stolte/Public Address)

Einige Geschäfte dürfen wieder öffnen, aber die Kontakt- und Reisebeschränkungen bleiben bis zum 3. Mai bestehen - das sind einige der Beschlüsse aus der Konferenz zwischen Bund und Ländern vom Mittwoch, 15. April. Restaurants und Bars bleiben vorerst geschlossen, der Schulbetrieb soll ab dem 4. Mai schrittweise wieder starten, Großveranstaltungen sind bis zum 31. August verboten. Durch diese Maßnahmen soll die Ausbreitung des Coronavirus weiter eingeschränkt werden. Dadurch gewinnen die Krankenhäuser mehr Zeit für den Ausbau ihrer intensivmedizinischen Kapazitäten. Auch sollen die Testkapazitäten für Sars-CoV-2 ausgebaut werden.




In öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gilt jetzt eine Empfehlung, eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen, also einen Schutz über Mund und Nase, der auch selbst hergestellt sein kann. Eine Maskenpflicht besteht jedoch nicht. Geschäfte auf einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern, die entsprechende Hygiene-Maßnahmen ergreifen, dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Unabhängig von der Fläche können Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen ihre Tore wieder öffnen. Friseure sollen sich darauf vorbereiten, unter Auflagen zur Hygiene und Personenzahl sowie unter Nutzung persönlicher Schutzausrichtung den Betrieb ab dem 4. Mai wieder aufzunehmen.

Der Besuch von Kirchen ist weiterhin untersagt. Wieder zur Schule gehen dürfen ab dem 4. Mai als erstes die Abschlussklassen sowie in einer weiteren Phase die Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen. Die Schulen müssen sich zuvor umfangreich auf die neue Situation vorbereiten und Schutzmaßnahmen unter Berücksichtigung von Hygienevorgaben und Abstandsgeboten ergreifen.
 

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Im Hinblick auf Universitäten heißt es unter Punkt 8 in dem Beschluss: "In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden." Bibliotheken und Archive könnten unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden.

"Was wir bislang erreicht haben, ist ein zerbrechlicher Zwischenerfolg", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend auf einer Pressekonferenz in Berlin. Es gelte weiterhin, größte Vorsicht walten zu lassen, denn es gehe um Menschenleben. Sie bedankte sie sich bei den Bürgern, dass sie die Beschränkungen so gut befolgt haben. "Es ist unser Ziel, jede einzelne Infektionsquelle verfolgen zu können", so Merkel. In 14 Tagen wollen Bund und Länder neu über eventuelle Verlängerungen und Lockerungen der Maßnahmen beraten.
 

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[PA]

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