Die Grünen gehen mit Annalena Baerbock (r.) als Spitzenkandidatin in den Walhkampf zur Bundestagswahl 2021 (Archivbild: Mirko Hannemann/Public Address) Die Grünen gehen mit Annalena Baerbock (r.) als Spitzenkandidatin in den Walhkampf zur Bundestagswahl 2021 (Archivbild: Mirko Hannemann/Public Address)
Bundestagswahlkampf

Annalena Baerbock wird Spitzenkandidatin der Grünen

Die Bundesvorsitzende Annalena Baerbock wird Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2021. Dies gab ihr Co-Parteichef Robert Habeck am Montag, 19. April, in Berlin bekannt. "Annalena ist eine kämpferische, fokussierte und willensstarke Frau, die genau weiß, was sie will. Und die die grüne Programmatik mit Leidenschaft vertreten wird. Sie wird uns in diesem Wahlkampf anführen", sagte Habeck im ehemaligen Berliner Industriekomplex "Malzfabrik". Sie sei zutiefst davon überzeugt, dass dieses Land einen Neuanfang brauche, so Baerbock. "Ich möchte heute hier mit meiner Kandidatur ein Angebot machen für die gesamte Gesellschaft. Als Einladung, unser vielfältiges, starkes und reiches Land in eine gute Zukunft zu führen."

Zuvor hatten sich die beiden Parteivorsitzenden im Stillen geeinigt. Baerbock und Habeck wollen trotz dieser Festegung als Spitzenduo in den Wahlkampf ziehen. Die Personalie muss noch auf dem Parteitag vom 11. bis 13. Juni bestätigt werden. Die Zustimmung gilt jedoch als sicher.
 


"In unserem Land, in unserem Europa steckt so viel: So viele Menschen bringen sich ein mit ihrer Innovation, ihrer Leidenschaft, ihrem Mut, ihrer Tatkraft. Ich will, dass wir das entfesseln. Dass wir das Beste, das in diesem Land steckt, möglich machen", sagte die 40-Jährige in ihrer Rede. Angesichts guter Umfrageergebnisse, die sie bei 21 bis 23 Prozentpunkten als zweitstärkste Partei nach der CDU und vor der SPD ausweisen, gehen die Grünen selbstbewusst in den Wahlkampf. Denkbar ist eine Regierungsbeteiligung in einer Koaltion mit der Union, aber auch ein Ampelbündnis mit SPD und FDP oder eine grün-rot-rote Koaltion. In den beiden letzten Szenarien würde die grüne Spitzenkandidatin wohl auch ins Kanzleramt einziehen - und Angela Merkel (CDU) nachfolgen. Die Bundeskanzlerin hatte berets angekündigt, für eine weitere Legislaturperiode nicht zur Verfügung zu stehen.
 


Währenddessen kommt die Union bei der K-Frage nicht vom Fleck. Die Rivalen Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) trafen sich zwar am Vorabend in Berlin zu einem Gespräch. Laut Medienberichten dauerte dies dreieinhalb Stunden. Doch offenbar haben der CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Laschet und der bayrische Ministerpräsident dabei keine Lösung gefunden. Ihre selbst gesetzte Frist für die Klärung der Frage, wer als Kanzlerkandidat der Union ins Rennen geht, ließen die beiden Kontrahenten damit verstreichen.
 


 


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Die Autorin: Heike Kevenhörster
Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Karateka, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.