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Europawahl

Rechte siegen in Frankreich

published: 26.05.2014

Am Sonntag, 25. Mai, fand die Europawahl statt (Foto: Public Address) Am Sonntag, 25. Mai, fand die Europawahl statt (Foto: Public Address)

In Frankreich und Großbritannien haben rechtsextreme Parteien große Wahlerfolge erzielt. Bei der Europawahl am 25. Mai wurde die Front National von Marine Le Pen die stärkste Kraft im Nachbarland. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis holte ihre Partei 26 Prozent. Die Konservativen und die Sozialisten von Präsident François Hollande mussten mit 20,7 Prozent bzw. 13,9 Prozent Vorlieb nehmen.

"Europa raus aus der EU"

In Großbritannien triumphierte die United Kingdom Independence Party (UKIP). Mit etwa 27 Prozent der Stimmen lässt sie nach dem derzeitigen Stand der Auszählung sowohl die Konservativen von Premierminister David Cameron als auch Labour hinter sich. Die Ansichten der UKIP sind klar anti-europäisch. Parteichef Nigel Farage sagte: "Ich will nicht nur, dass Großbritannien die Europäische Union verlässt. Ich will, dass Europa die Europäische Union verlässt!"

EVP trotz Verlusten stärkste Fraktion im EU-Parlament

Im europäischen Gesamtbild stellt sich der Rechtsruck abgeschwächt dar. Im EU-Parlament holte die Europäische Volkspartei (EVP) mit ihrem Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker wieder die meisten Sitze. Jedoch erlitten die Konservativen deutliche Verluste. Die Sozialdemokraten mit Spitzenkandidat Martin Schulz gewannen dazu. Noch ist unklar, welcher der beiden profilierten Politiker die Nachfolge von José Manuel Barroso antritt und EU-Kommissionspräsident wird.

AfD in Deutschland erfolgreich

In Deutschland siegte trotz herber Verluste die Union mit 35,7 Prozent vor der SPD mit 27,3 Prozent. Die Grünen erholten sich von der Bundestagswahl und vereinten 10,7 Prozent der Stimmen auf sich. Die Linke erhielt 7,4 Prozent und liegt damit vor den Euroskeptikern der Afd, die mit 7 Prozent überraschend erfolgreich war. Die FDP landete abgeschlagen bei 3,4 Prozent.

Insgesamt waren über 400 Millionen Menschen in den 28 Mitgliedsstaaten aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

[PA]

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