Studienkreis-Umfrage

Streit um Schulnoten

published: 25.01.2017

Unter schlechten Zensuren leidet oft der Familienfrieden, wie eine repräsentative Umfrage ergeben hat (Foto: Syda Productions/Shutterstock.com) Unter schlechten Zensuren leidet oft der Familienfrieden, wie eine repräsentative Umfrage ergeben hat (Foto: Syda Productions/Shutterstock.com)

Musstest du deinen Eltern auch schon eine schlechte Note beichten? Dann hast du sicherlich gehofft, dass die Situation nicht in einer Diskussion endet. Eine repräsentative Umfrage des Nachhilfeanbieters Studienkreis hat nun ergeben, dass schlechte Zensuren in vier von zehn Familien für Streit oder schlechte Stimmung sorgen. Sieben Prozent der befragten Familien gaben sogar an, dass es nahezu jede Woche zu Missstimmungen wegen schlechter Noten kommt. Für die Studie hat das Forschungsinstitut forsa 1.002 Eltern im Alter von 25 bis 59 Jahren befragt.

Selbst Einser-und Zweierschüler müssen sich bei schlechteren Noten auf eine heimische Diskussion einstellen. Ein Viertel der Eltern von guten Schülerinnen und Schülern sucht mindestens einmal im Monat das ernsthafte Gespräch, wenn ihre Kinder Vieren oder Fünfen mit nach Hause bringen. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Streit gibt, bei Kindern mit größtenteils schlechten Noten insgesamt etwa doppelt so hoch wie bei Einser- und Zweierkandidaten.
 

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Der Konflikt mit dem Kind überträgt sich nicht selten auch auf die Eltern. In jeder dritten Familie streiten die Elternteile zudem untereinander über die schulischen Leistungen ihres Kindes. Dabei führen die ständigen Auseinandersetzungen selten zum gewünschten Erfolg in der Schule. "Das Scheitern als wichtigen Entwicklungsschritt zuzulassen, fällt vielen Eltern schwer. Wichtig ist, das Kind unabhängig von der eigenen Erwartungshaltung ernst zu nehmen und mit ihm gemeinsam erreichbare Ziele zu definieren", sagt Max Kade, pädagogischer Leiter des Studienkreises. Ein Weg zur Besserung ist die gezielte Förderung des Kindes durch Nachhilfe. 72 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass ihr Kind Nachhilfe in Anspruch nimmt, um die Schulnoten aufzubessern. Es muss aber längst nicht immer eine professionelle Betreuung sein. Über 50 Prozent der Eltern helfen laut Befragung ihren Kindern selbst. Neun Prozent der Schüler mit überwiegend guten Noten im letzten Zeugnis erhalten professionelle Nachhilfe durch einen Anbieter wie den Studienkreis.
 

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In der Mehrheit der Familien (60 Prozent) sind schlechte Noten jedoch selten Konfliktauslöser und sorgen beispielsweise nur bei der Zeugnisvergabe für Diskussionen. Um nervenaufreibende Streits wegen schulischen Leistungen zu vermeiden, rät Max Kade den Eltern immer auf dem Laufenden zu bleiben. "Ärger beim Zeugnis gibt es vor allem dann, wenn Eltern von den Noten überrascht werden. Ich empfehle deshalb, sich regelmäßig zu informieren, wie das Kind in der Schule steht. Wer auf dem Laufenden bleibt, kann früher eingreifen und das schont letztlich die Nerven aller Beteiligten." Die Umfrage wurde im Dezember 2016 telefonisch durchgeführt.

[PA]

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