Pisa-Studie

Sozial schwache Schüler holen auf

published: 29.01.2018

Heute bringen mehr Kinder aus sozial schwachem Elternhaus in der Schule gute Leistungen als im Jahr 2006 (Foto: Nataliia Zhekov/Shutterstock.com) Heute bringen mehr Kinder aus sozial schwachem Elternhaus in der Schule gute Leistungen als im Jahr 2006 (Foto: Nataliia Zhekov/Shutterstock.com)

Ein geordnetes Lernumfeld kann dafür sorgen, dass sozial schwache Schüler starke Leistungen erbringen. Dies geht aus einer Sonderauswertung der Pisa-Studie hervor, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erstellt hat und die am Montag, 29. Januar, veröffentlicht wurde. Demnach sind Schülerinnen und Schüler aus eher bildungsfernen Elternhäusern vor allem dann gut in der Schule, wenn sie an Schulen mit hoher sozialer Mischung unterrichtet werden und der Unterricht in einem geordneten Rahmen stattfindet. Faktoren wie die Klassengröße oder die Ausstattung der Schule spielen dagegen eine eher untergeordnete Rolle.
 

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In Deutschland haben sich laut dieser Erhebung die Chancen für sozial schwache Schüler verbessert: Der Anteil sozial benachteiligter 15 Jahre alter Schüler mit entsprechenden Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften stieg von einem Viertel im Jahr 2006 auf jetzt etwa ein Drittel. Doch die Bundesrepublik liegt in puncto Chancengleichheit weiterhin unter dem internationalen Durchschnitt. Die Studie "Erfolgsfaktor Resilienz" ging der Frage nach, welche schulischen Faktoren die Resilienz von Schülerinnen und Schülern befördern. Als resilient gelten Schüler, wenn sie trotz eines eher bildungsfernen Elternhauses gute schulische Leistungen erbringen.
 

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"Ein geordnetes und lernorientiertes Klima im Klassenzimmer ist ein entscheidender Faktor hinter dem Schulerfolg bildungsferner Schülerinnen und Schüler. Wenn sowohl Schulleitung als auch Lehrkräfte den Willen und die Fähigkeit haben, ein solches Klima herzustellen, dann sind die Erfolgsaussichten größer als wenn einfach die Mittelausstattung steigt", sagte der OECD-Direktor für Bildung Andreas Schleicher bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

[PA]

Links

Zur Sonderauswertung der Pisa-Studie

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