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Sechs Millionen Erwachsene in Deutschland sind Analphabeten

published: 07.05.2019

6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Die Hälfte von ihnen sind Muttersprachler (Foto: KannaA / Shutterstock.com) 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Die Hälfte von ihnen sind Muttersprachler (Foto: KannaA / Shutterstock.com)

6,2 Millionen Erwachsene, die in Deutschland leben, können nicht richtig lesen und schreiben. Bei über der Hälfte von ihnen handelt es sich um Muttersprachler. So lauten Ergebnisse der Studie "LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität" der Universität Hamburg. Die Betroffenen können oft zwar einzelne Sätze lesen und schreiben. Jedoch sind sie nicht in der Lage, zusammenhängende Texte zu verstehen. Die Studie ergab zudem, dass der Anteil der Analphabeten in Deutschland zurückgegangen ist. Er hat sich in den vergangenen acht Jahren um etwa ein Fünftel verringert.
 

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"Gering literalisierte Erwachsene sind mehrheitlich erwerbstätig und haben Familie. Meist sind sie jedoch Geringverdiener. Jeder zweite ist finanziell nicht in der Lage, eine Woche Urlaub außerhalb der eigenen Wohnung zu machen", so Studienleiterin Prof. Anke Grotlüschen. Sie ist Professorin für Lebenslanges Lernen an der Universität Hamburg. Zwei Drittel hätten zudem große Schwierigkeiten, politische Fragen zu verstehen und einzuschätzen.
 

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Insgesamt wurden im Sommer 2018 rund 7.200 deutschsprechende Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren befragt. Größe und Auswahl der Stichprobe lassen den Rückschluss auf die Gesamtbevölkerung zu. Die LEO-Studie gibt auch Aufschluss darüber, wie Lernangebote optimiert und besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten werden können. Prof. Grotlüschen: "Die neue LEO-Studie zeigt, dass das Leben mit geringer Literalität mit Ausgrenzungen und großen Unsicherheiten im Alltag verbunden ist. An dieser Stelle müssen Bildungsangebote ansetzen."
 

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