Studie

Bildungsmonitor 2019: mehr Schulabbrecher in Deutschland

published: 16.08.2019

Die Schulabbrecherquote in Deutschland steigt (Foto:  LStockStudio/Stockimage.com) Die Schulabbrecherquote in Deutschland steigt (Foto: LStockStudio/Stockimage.com)

Von 2016 bis 2017 ist die Schulabbrecherquote in Deutschland um 0,6 Prozent gestiegen. Unter Ausländern stieg der Anteil an Schulabbrechern im gleichen Zeitraum sogar um 3,8 Prozent. Diese Daten stammen aus dem "Bildungsmonitor 2019", einer alljährlichen Studie des "Instituts der deutschen Wirtschaft Köln" (IW) im Auftrag der "Initiative Neue Soziale Markwirtschaft" (INSM). Der Bildungsmonitor misst, in welchen Bereichen der Bildungspolitik der Bundesländer Fortschritte erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf ökonomischer Bildung und den damit verbundenen Teilhabechancen. Das Ergebnis zeigt: Es gibt noch viel zu tun.

DE 1:09 / 1:09 INSM-Bildungsmonitor 2019 | Der Bildungsmonitor im Überblick mit Prof. Dr. Axel Plünnecke


Schüler mit Migrationshintergrund sind ökonomisch benachteiligt

Zwischen der sozialen Herkunft der Schüler und deren Kompetenzen in finanzieller Bildung besteht ein enger Zusammenhang, so das IW. Bei Schülern mit Migrationshintergrund fallen die ökonomischen Kenntnisse aufgrund der häufig vorhandenen Sprachbarriere deutlich geringer aus. Das spiegelt sich auch in der Schulabbrecherquote wider: Fast jeder fünfte Jugendliche mit Migrationshintergrund verlasse die Schule ohne Abschluss, so die INSM. Folge: Bildungsarmut. Die Quote schwankt dabei je nach Bundesland: In Thüringen lag sie bei fast 47 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 40 Prozent, während sie in Hamburg 12 und in Hessen 10 Prozent betrug, wie "zdf.de" berichtet.
 

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Sachsen auf dem ersten Platz

Anhand von Kriterien wie Infrastruktur, Betreuungsrelation oder Kitaausbau erstellten die Autoren der Studie eine Rangliste. Platz eins erreichte Sachsen, auf dem Podest folgen Bayern und Thüringen. Daran schließen sich das Saarland und Hamburg an. Bremen, Brandenburg und Berlin bilden die Schlusslichter. Jedes Bundesland habe Stärken und Schwächen, heißt es im Presse-Statement des IW: Bayern stehe beispielsweise in der beruflichen Bildung an der Spitze, Bremen im Bereich Forschungsorientierung. Thüringen hingegen weise Bestwerte bei den Betreuungsbedingungen auf.
 

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Migration als Chance für den Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vorjahr habe die Verbesserungsdynamik der Bundesländer deutlich nachgelassen, sagt Prof. Dr. Axel Plünnecke, Studienautor und Leiter des Kompetenzfeldes Bildung, Zuwanderung und Innovation des IW. Er fordert unter anderem höhere Bildungsinvestitionen, um die Teilhabechancen insbesondere von Migranten zu erhöhen. Auch appellierte er dafür, Migration als Chance für den Arbeitsmarkt zu begreifen. Geld allein mache allerdings noch keine gute Bildung, sagte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Er betonte, das Geld müsse vor allem effektiver eingesetzt werden, zum Beispiel für mehr bundesweite Tests sowie eine verstärkte Handlungsfreiheit für die Schulen, um einen Ideenwettbewerb zu entfachen.
 

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Die Autorin: Lena Toschke

Die Autorin: Lena Toschke

Hobby-Autorin, Philosophie-Nerd, Sportfanatikerin, Zeichenfreak: Lena kann sich nur schwer für eine Sache entscheiden. In San Francisco geboren, in Köln, Bremen und Hamburg aufgewachsen, studiert sie nun in Münster Medizin. Sie liebt die Nordsee, ihre Familie, gute Gespräche, vegetarisches Essen und das Gefühl, durch Eigeninitiative etwas erreicht zu haben. Auf Pointer schreibt Lena über aktuelle Themen und Trends rund ums Studium.

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Den kompletten "Bildungsmonitor 2019" findest du hier
Die "Initiative Neue Soziale Markwirtschaft" im Web
Hier geht's zum Presse-Statement des IW
Das "Institut der deutschen Wirtschaft Köln" im Web

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