Europameisterschaft der Nachwuchswissenschaftler 2019

Jugend-forscht-Bundessieger in Sofia

published: 13.09.2019

Paul Kunisch (17, l.) und Thomas Derra (17) aus Aschaffenburg stellen in Sofia ihr technisches Umweltprojekt vor, mit dem eine Ölpest bekämpft werden kann  (Foto: Stiftung Jugend forscht e. V./Fraunhofer IWU) Paul Kunisch (17, l.) und Thomas Derra (17) aus Aschaffenburg stellen in Sofia ihr technisches Umweltprojekt vor, mit dem eine Ölpest bekämpft werden kann (Foto: Stiftung Jugend forscht e. V./Fraunhofer IWU)

Fünf aktuelle Bundessieger von Jugend forscht vertreten Deutschland ab Freitag, 13. September, beim 31. European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) in Sofia. Am Gipfeltreffen der besten Nachwuchswissenschaftler Europas, das im Kongresszentrum Inter Expo Center stattfindet, nehmen 155 Jungforscherinnen und Jungforscher aus 39 Ländern teil. Die jungen Talente zwischen 14 und 20 Jahren präsentieren in zehn Wettbewerbskategorien insgesamt 100 Forschungsprojekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet werden.
 

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Follow the 31st edition of #EUCYS at: www.eucys.eu ? The most inquisitive minds across Europe in competition for the title EU Young Scientist of 2019 in Sofia, Bulgaria this year. ? The biggest event in the history of #EUCYS—39 countries taking part with over 150 participants. ? The 31st EU Contest for Young Scientists (EUCYS) starts from 13th to 18th of September in Sofia. ? The contest in Inter Expo Center is open to the public on 16th of September. The entry is free of charge. #EUCYS #EUCYS2019 #H2020 #InvestEUResearch #EuropeanUnion #EuropeanCommission #STEM #Innovation #Research #ResearchImpactEU #EUScienceInnov #innovate #create #inspire

— eucys August 30, 2019

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Die deutschen Teilnehmer qualifizierten sich im Mai 2019 beim Jugend forscht Bundesfinale für den diesjährigen EU-Wettbewerb: Paul Kunisch (17) und Thomas Derra (17) aus Aschaffenburg stellen in Sofia ihr innovatives Umwelttechnikprojekt vor. Die beiden suchten nach einem neuen Konzept zur Bekämpfung einer Ölpest, denn herkömmliche Bindemittel können Rohöl zwar an ihrer Oberfläche aufnehmen, doch sind sie teuer und in ihrer Wirkung begrenzt. Als Alternative entwickelten die Jungforscher einen kostengünstigen Absorber, der eine höhere Saugkraft hat. Sie imprägnierten Zellstoff, Baumwolle, Sägespäne und Vliese mit einem Leimungsmittel aus der Papierindustrie. Chromatografische Messungen zeigten, dass ihr Absorber nicht nur Rohöl, sondern auch Kohlenwasserstoffe aus tieferen Wasserschichten entfernen kann. Beim 54. Bundeswettbewerb gewannen sie den Bundessieg im Fachgebiet Chemie.
 

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Bisweilen müssen Mediziner den Schädel eines Patienten genau vermessen, etwa für chirurgische Eingriffe am Kiefer. Zu diesem Zweck fertigen sie Röntgenbilder des Kopfes an. Früher wurden diese Aufnahmen zumeist manuell ausgewertet. Mittlerweile erfolgt dieser Arbeitsschritt immer häufiger automatisiert per Computer. Um die Analyse der Röntgenbilder weiter zu vereinfachen, entwickelte Constantin Tilman Schott (16) aus Holzminden eine innovative Software, die einen wichtigen Bezugspunkt auf der Schädelbasis – die Sella turcica – mittels künstlicher Intelligenz (KI) identifiziert. Sein Programm nutzt dafür selbstlernende Algorithmen. Versorgt man es mit ausreichend vielen Daten, kann es den Sella-Punkt mit großer Treffsicherheit berechnen, im Durchschnitt bis auf einen halben Millimeter genau. Für sein innovatives Projekt wurde der Jungforscher beim Bundesfinale 2019 mit dem Bundessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik ausgezeichnet.
 

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We are excited to announce that EUCYS 2019 will be hosted in Sofia, Bulgaria ????????! More than 150 students will present their amazing research projects ???????? in only 44 days! More information at https://eucys.eu #Research #Science #innovation #EUCYS2019 #H2020 #InvestEUResearch #ResearchImpactEU #EUScienceInnov #innovate #EUCYS #STEM #youngscientist #youth #studentsarethefuture #inspire #create #EuropeanUnion #EuropeanCommission #hype

— eucys July 30, 2019

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In der bulgarischen Hauptstadt an den Start gehen auch die diesjährigen Technik-Bundessieger Felix Sewing (18) und Alex Korocencev (18) aus Waldshut. Die beiden ließen sich bei ihrem Forschungsprojekt von dem Science-Fiction-Klassiker "Zurück in die Zukunft II" inspirieren. Dort flitzt Schauspieler Michael J. Fox auf einem Skateboard durch die Straßen, das keine Rollen besitzt, sondern wie ein Hovercraft über dem Boden schwebt. Genau an dieser technologischen Vision tüftelten die Jungforscher. Ihr Gefährt basiert auf vier rotierenden Scheiben, die auf einer darunterliegenden Metallplatte ein kräftiges, abstoßendes Magnetfeld erzeugen. Das schwebende Brett lässt sich gezielt lenken, indem die Rotorscheiben einzeln gekippt werden.
 

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Den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern winken Preise im Gesamtwert von mehr als 50.000 Euro sowie Praktika und Forschungsreisen. Die Siegerehrung findet am Dienstag, dem 17. September 2019 im Konzertsaal Bulgaria in Sofia statt. Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forscherinnen und Forschern.

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