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Neue OECD-Studie

Mathe - eine Frage des Geschlechts?

published: 06.03.2015

Ein Bericht der OECD erklärt die geschlechterspezifischen Leistungsunterschiede im Fach Mathe (Foto: PathDoc/Shutterstock.com) Ein Bericht der OECD erklärt die geschlechterspezifischen Leistungsunterschiede im Fach Mathe (Foto: PathDoc/Shutterstock.com)

Magst du Mathe? Solltest du eine Frau sein, wirst du eben wahrscheinlich heftig den Kopf geschüttelt oder in Gedanken "Nein, bloß nicht!" geschrien haben. Mathe ist nämlich ein Jungen- bzw. Männerfach – so jedenfalls der gesellschaftliche Tenor. Und das, was viele bisher nur dachten, hat ein Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nun bestätigt. Ja: Mädchen sind in Mathe oft schlechter als ihre männlichen Mitschüler. Was die Studie allerdings auch bestätigte: Dieser geschlechtsspezifische Unterschied hat überhaupt nichts mit Intelligenz zu tun. Aber womit dann?


Alles eine Frage der Einstellung

Der Grund für die mathematischen Schwächen der Mädchen ist vielmehr ihr Selbstbewusstsein, das ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. Laut OECD stimmten Schülerinnen der Aussage "einfach nicht gut in Mathe zu sein" deutlich häufiger zu als ihre männlichen Mitschüler. Und selbst wenn die Leistungen identisch sind, schätzen sich Mädchen meist schlechter ein. Dieses Geschlechtergefälle sei vor allem in Deutschland gravierend.

"Na und?", mag sich jetzt der eine oder andere denken. Was soll so schlimm daran sein, beim Wort "Mathe" keine Luftsprünge zu machen? Naja, was im Grundschulalter vielleicht noch nicht wirklich beunruhigend wirken mag, wird spätestens dann zum ernsthaften Problem, wenn es die Zukunft beeinflusst. Denn das geringe Selbstbewusstsein der Mädchen, so der Bericht der OECD, führt später oft zur Entscheidung gegen ein Studium bzw. Beruf im mathematischen, technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Schade, da gerade dort viele Chancen warten, "die zu den bestbezahlten Karrieren führen".


Es sind vor allem die Eltern, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Durch ihr bewusstes aber auch oft unbewusstes Handeln prägen sie ihre Kinder und vermitteln ihnen eine bestimmte Sichtweise auf die Welt. Und damit auch auf das Fach Mathe. Während sich z.B. in Chile, Portugal und Ungarn 50 Prozent der Eltern vorstellen können, dass ihr Sohn einen technisch-naturwissenschaftlichen Beruf ergreift, können es sich bei genauso leistungsstarken Töchtern hingegen nur 20 Prozent der Eltern vorstellen. Anders ist es in Korea: Hier gibt es kaum geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der elterlichen Berufserwartungen. Vorbildlich.


Mehr Girlpower!

Mädchen werden also (unbewusst) dazu erzogen, Mathe doof zu finden. Durch Eltern, Gesellschaft und oft auch Lehrer wird die veraltete Vorstellung vermittelt, Zahlen seien etwas für Jungs. Das sich diese Einstellung so sehr in den Köpfen der Mädchen verankert, dass sie tatsächlich zu schlechteren Leistungen führt und später aus Angst sowie mangelndem Selbstbewusstsein verhindert, den Wunschstudiengang zu wählen – daran sollte sich blitzschnell etwas ändern. Also Mädels: Traut euch! Werdet Atomphysikerinnen, Matheprofessorinnen oder wovon auch immer ihr träumt. Wir wissen, dass ihr das schaffen könnt – und ihr selbst doch auch.

[Jana Schütt mit Material der OECD]

Links

Die Studie im Web
OECD im Web

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