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Studienabbruch

Neue Wege gehen

published: 24.07.2016

Viele Studenten sind mit dem Arbeitsaufwand eines Studiums überlastet (Foto:GaudiLab/Shutterstock.com) Viele Studenten sind mit dem Arbeitsaufwand eines Studiums überlastet (Foto:GaudiLab/Shutterstock.com)

Tag und Nacht in der Bib, ständiger Ärger mit Dozenten, langweilige Sachen lernen? Diese Zweifel kennt wahrscheinlich jeder Student. Oft sind sie nur von kurzer Dauer. Aber was tun, wenn die Zweifel anhalten?


Jeder vierte Bachelorstudent in Deutschland bricht sein Studium ab. Egal ob aus finanziellen Gründen, aus Überforderung oder schlicht dem fehlenden Interesse am Studienfach – der Studienabbruch ist keine Schande. Wer innerhalb der ersten zwei Semester abbricht, verliert nicht einmal seinen Anspruch auf BAföG, diese Zeit gilt als Orientierungsphase, die jedem Studenten zu steht. Also warum nicht den Abbruch nutzen und sich neu orientieren?

Wer sein Studium abgebrochen hat, sollte sich klar sein warum: Ist studieren für mein Befinden zu theoretisch? Oder war es nur das Studienfach? Als was sehe ich mich in der Zukunft? Kann ich meinen Berufswunsch auch auf anderen Wegen erreichen? Oder sind es "nur" die schlechten Noten? Doch was tun, wenn man sich exmatrikuliert hat?


Exmatrikuliert - was jetzt?

Die Zeit nach dem Studienabbruch sollte man nutzen um sich darüber klar zu werden, was man wirklich will. Wo liegen die Interessen? Was hat im Studium nicht gefallen? Viele Studenten entscheiden sich dazu, den Studiengang zu wechseln. Dabei kann die Studienberatung der Universitäten und Fachhochschulen helfen. Sie wissen über alle Studiengänge Bescheid und können auch eventuelle Alternativen anbieten, falls der neue Wunschstudiengang nur schwer zugänglich ist. Die Studienberatung steht, wie auch die psychologische Beratungsstelle der Uni, schon bei den ersten Zweifeln zur Hilfe bereit. Wer an der Uni bleiben möchte, kann schon mal Vorlesungen zum neuen Fach besuchen. So bleibt eventuell eine zweite Enttäuschung aus. Außerdem bieten viele Hochschulen Informationstage zu den einzelnen Studiengängen an.

Manchmal passt aber das Studieren an sich nicht: zu theoretisch. Der Übergang von der Schule zur Uni gelingt nur schwer. Auf einmal ist man auf sich selbst gestellt, man muss seine Studienveranstaltungen selbst wählen, den Stundenplan erstellen. Und es gibt so viele Verlockungen abseits des Hörsaals... Schnell bleibt der Lernstoff auf der Stecke. Da lohnt es sich, auch einmal über eine (duale) Ausbildung nachzudenken. Die ist klarer strukturiert und bietet eine Menge Vorteile: Man hat einen schnellen Berufseinsteig, verdient sofort eigenes Geld und die Chancen, übernommen zu werden, sind in vielen Betrieben gut.


Hilfe wird geboten

Und dann sind da noch die Kosten. Hohe Mietpreise, teure Bücher und dann muss man auch noch Essen. Ein Studium ist nicht günstig. Viele Studierende schaffen es neben dem Lernstoff kaum einem Nebenjob nachzugehen. Häufig reichen BAföG und/oder die Unterstützung der Eltern nicht aus. Bei finanziellen Problemen können der Asta oder das Studentenwerk Abhilfe leisten. Sie bieten günstige Studentenkredite an. Bei akuten Problemen kann der Asta mit einer Sofort-Bar-Unterstützung unter die Arme greifen. Eine weitere Möglichkeit der finanziellen Unterstützung ist ein Stipendium.


Sich Zeit nehmen

Das A und O ist also sich zu informieren. Fehlende Information und Unwissen über das, was einen erwartet, wird vielen Erstsemestern zum Verhängnis. Wer mehr Zeit zur Entscheidungsfindung braucht, kann diese mit einem Auslandsaufenthalt, einer Sprachreise oder einem Freiwilligendienst verbinden. Außerdem bieten Praktika eine gute Möglichkeit in den Berufsalltag zu blicken.

Also keine Scheu – ein Studienabbruch ist nicht das Ende der Welt. Viel mehr sollte man ihn als gute Erfahrung sehen. Man lernt neue Leute kennen, zieht von zu Hause aus und lebt auf sich allein gestellt. Man wird reifer. Diese Basis sollte man nutzen, um beim zweiten Anlauf die richtige Entscheidung zu treffen. Auch Günther Jauch, Steve Jobs, Bill Gates und Jan Böhmermann haben ihr Studium abgebrochen. Und für sie bedeutete der Abbruch sogar den Durchbruch...



[Sophie Pröttel]

Links

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