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BAföG-Statistik

Immer weniger Studierende gefördert

published: 19.08.2015

Die Zahl der BAföG-Empfänger sinkt auch 2015 weiter – ist es endlich Zeit, etwas zu verändern? (Foto: Voyagerix/Shutterstock.com) Die Zahl der BAföG-Empfänger sinkt auch 2015 weiter – ist es endlich Zeit, etwas zu verändern? (Foto: Voyagerix/Shutterstock.com)

Das Thema BAföG sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun wurden neue Zahlen zur Förderung von Studierenden und Schülern bekannt, die zum Nachdenken anregen – und hoffentlich auch zum Überdenken.

Zahl der Förderungen sinkt

Auch im Jahr 2015 ging die Zahl der Studierenden und Schüler, die BAföG-Förderung erhalten, zurück: Im Vergleich zum Vorjahr 2014 sank die Zahl der Förderungen um 3,5 Prozent auf 925.000 Empfänger. Und das, obwohl die Zahl der Studierenden und Schüler kontinuierlich steigt. Laut Statistischem Bundesamt lag der Höchststand der Förderungen 2012 bei 979.000 Empfängern – seitdem geht es stetig bergab.

Wie steht es um die Höhe der BAföG-Leistungen? 2014 bekamen lediglich 46 Prozent der Studierenden und Schüler den Höchstsatz. Auch interessant: Nur zwei Drittel erhielten das ganze Jahr über Förderung. Somit sanken die Ausgaben des Bundes für die BAföG-Förderungen insgesamt um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr – auf knapp 3,1 Milliarden Euro.



So kann es nicht weitergehen

Diese Zahlen sorgten für viel Kritik und Nachdenken. Vor allem das Deutsche Studentwerk (DSW) reagierte empört auf die Ergebnisse. Es sei einfach unmöglich, dass BAföG-Erhöhungen nur einmal innerhalb einer Legislaturperiode erhöht werden. Die Lösung sei die Einrichtung eines dynamischen BAföGs, so der DSW-Generalsekretär Achim Meyer. Damit meint er eine Förderung, die sich in regelmäßigen Abständen dynamisch an die Preise und Einkommen in Deutschland anpasst, die sich ja in einem stetigen Wandel befinden. Die letzte Änderung bzw. Erhöhung des BAföGs liegt bereits fünf Jahre zurück. Damals wurde die Förderung um 5 Prozent erhöht. Seitdem hat sich nichts getan. Ganz anderer Meinung ist hingegen unsere Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Ihrer Meinung nach ist ein dynamisches BAföG nicht die Lösung, da die Situation eines Durchschnittsverdieners nicht mit der Einkommenssituation eines Studierenden vergleichbar sei.



Wir können also nur gespannt bleiben, was sich in der BAföG-Diskussion noch tun wird. Doch ein erster Schritt ist getan: Mit der 25. BAföG-Novelle haben sich ab August 2015 bereits einige Regelungen in Bezug auf die BAföG-Förderung verändert. Im August 2016 folgen dann die nächsten Änderungen – dann wird z.B. endlich der Höchstsatz angehoben.

[PA]

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