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Universität der Künste Berlin

Ai Weiwei tritt Gastprofessur an

published: 26.10.2015

Ai Weiwei ist Gastprofessor an der UdK Berlin - und er hat sein Lego-Problem gelöst (Foto: Public Address) Ai Weiwei ist Gastprofessor an der UdK Berlin - und er hat sein Lego-Problem gelöst (Foto: Public Address)

Der chinesische Künstler Ai Weiwei nimmt mit Beginn des Wintersemesters 2015/16 seine Tätigkeit als Einstein-Gastprofessor an der Universität der Künste Berlin auf. Am Montag, 26. Oktober, fand eine Pressekonferenz statt, auf der der Künstler vorgestellt wurde. Den Auftakt seiner Gastprofessur bildet eine Antrittsveranstaltung am 1. November 2015 um 17 Uhr mit dem Titel "KUNST (lehren)".


UdK-Studierende aller Fakultäten konnten sich für eine Aufnahme in die Klasse Ai Weiweis bewerben. Die über einhundert Bewerberinnen und Bewerber kamen überwiegend aus den Bereichen der Bildenden Kunst und der Gestaltung. Die Klasse Ai besteht zum jetzigen Zeitpunkt aus nunmehr zwölf Studierenden und wird im November ihre Arbeit aufnehmen. "In den Gesprächen habe ich sehr ernsthafte und exzellente Studierende kennengelernt. Sie alle wollen mehr und sind sehr interessiert daran, sich in die Lehre einbringen. Für mich bedeutet Lehre auch lernen," sagte Ai.

Der Künstler betonte, auch das Lego-Problem sei so gut wie gelöst. Auf seinem Instagram-Account hatte der Ai gepostet, dass die dänische Firma ihm eine bestellte Lieferung von Lego-Steinen verweigert habe, weil man die Verwendung für "politische Arbeit" nicht genehmigen könne. Dies brachte Ai mit der Eröffnung eines Legolands in Schanghai in Zusammenhang. In Berlin sagte er nun, mithilfe von Spenden über das Internet komme schon eine ausreichende Menge von Steinen zusammen.


Der Präsident der UdK Berlin begrüßte Ai unterdessen an der Hochschule. "Die Universität der Künste Berlin freut sich sehr, Ai Weiwei zum Wintersemester 2015/16 begrüßen zu können. Es gab gute Gründe, ihn vor Jahren an die UdK Berlin holen zu wollen. Nun war es endlich möglich, und unsere ersten Gespräche lassen mich sehr gespannt auf seine Arbeit mit unseren Studierenden sein" sagte Prof. Martin Rennert.

Der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung Berlin, Prof. Dr. Dres. h. c. Günter Stock, betonte die Bedeutung für den Kunst- und Wissenschaftsstandort Berlin. "Mit dieser Einstein-Gastprofessur binden wir einen herausragenden Künstler an unsere Stadt. Ai Weiweis künstlerische Arbeit – als Bildhauer, Performance-Künstler, Filmemacher und Architekt – schafft Perspektiven, die eine Vielzahl von Denk- und Handlungsräumen eröffnen. Wir ermöglichen Studierenden, in Auseinandersetzung mit Ai Weiwei und seiner Arbeit die eigenen künstlerischen Positionen zu erweitern und zu hinterfragen."


Im Dezember 2010 wurde das Verfahren zur Berufung Ai Weiweis an die UdK Berlin aufgenommen. Im April 2011 wurde der Künstler von der chinesischen Regierung festgenommen, die Einstein Stiftung stimmte kurze Zeit später dem Antrag der UdK Berlin zur Etablierung einer Gastprofessur für Ai Weiwei zu.


Schon in den ersten Tagen nach Aufhebung seines Ausreiseverbotes Ende Juli 2015 nahm Ai Weiwei Kontakt zur Universität der Künste Berlin auf. Im August 2015 führten Ai Weiwei und der Präsident der UdK Berlin Prof. Martin Rennert erste persönliche Gespräche. Durch das außerordentliche Engagement aller beteiligten Personen und Institutionen wurde es möglich, die drei Jahre währende Einstein-Gastprofessur bereits zu diesem Wintersemester einzurichten.

Bei der Antrittsveranstaltung am 1. November 2015 trifft Prof. Ai auf Kolleginnen und Kollegen aus der UdK Berlin und wird mit ihnen zu Fragen der Kunst und der künstlerischen Lehre diskutieren. Mit ihm auf dem Podium sitzen Prof. Anna Anders, Videokünstlerin, der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Düllo, der Professor für zeitgenössischen Tanz und Choreografie, Nik Haffner, sowie der Kunstwissenschaftler Prof. Dr. Karlheinz Lüdeking.

[PA]

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