Abschlussprüfung

Wer fällt am häufigsten durch?

published: 17.11.2015

Von allen Abschlussprüfungen wurden 2014 nur 4 Prozent nicht bestanden. Doch ist der Abschluss in allen Studiengängen gleich schwer? Eine neue Studie klärt auf (Foto: wavebreakmedia/Shutterstock.com) Von allen Abschlussprüfungen wurden 2014 nur 4 Prozent nicht bestanden. Doch ist der Abschluss in allen Studiengängen gleich schwer? Eine neue Studie klärt auf (Foto: wavebreakmedia/Shutterstock.com)

Abends in der Lieblings-Bar gibt es doch nichts Schöneres, als sich im Licht der Discokugel über das Studium auszuheulen. Klausur hier, Hausarbeit da – jeder hat seiner Meinung nach das anspruchsvollste und nervenaufreibendste Studienfach gewählt. Gesprächsstoff gibt es genug. Eine neue Studie von Statista und "Spiegel Online" haut jetzt auf den Bartresen und zeigt schwarz auf weiß, in welchem Studiengang 2014 die Durchfallquote bei der Abschlussprüfung am höchsten war. BWL, Ingenieurwesen oder doch eher Medizin?


Die große Überraschung

Setzen, sechs! Dieses Horrorszenario wird am häufigsten für Technik-Studierende wahr. Von 1000 Abschlussprüfungen in Chemie-Ingenieurwesen bzw. Chemietechnik wurden 124 nicht bestanden. In der Energietechnik, Mechatronik und Werkstoffwissenschaft sieht es ähnlich aus. Alles andere als ein Zuckerschlecken also. Hohe Durchfallquoten gab es auch in BWL oder Maschinenbau.


 
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Die wohl größte Überraschung: Die Durchfallquote von Medizinern war extrem gering – von 1000 Allgemeinmedizin-Studierenden rasselten 2014 durchschnittlich nur zwei durch, bei Zahnmedizin waren es sogar nur 0,4. Wer hätte das gedacht, na? Etwas schwerer haben es Studierende der Sozialen Arbeit, dort wurden von 1000 Abschlussprüfungen im Schnitt 3,5 nicht bestanden.


Wo gibt es die meisten Streber?

Letztes Jahr wurden insgesamt 480.161 Abschlussprüfungen an deutschen Unis abgelegt – und 19.658 davon wurden nicht bestanden. Das sind knapp 4 Prozent oder umgerechnet 41 je 1000 Prüfungen. Im Vergleich der unterschiedlichen Abschlüsse fielen Bachelor-Studierende am häufigsten durch, rund 167 von 1000. Master-Studierende waren da mit einer Durchfallquote von 9 schon deutlich erfolgreicher. Die meisten fleißigen Bienchen gab es eindeutig unter den Promotions-Studierenden: Von 28.000 Prüfungen wurden nur 11 nicht bestanden – das sind 0,03 Prozent. Chapeau!

Und zum Schluss noch ein wenig Frauenpower: Die Studie zeigt, dass Studentinnen seltener durchfielen als ihre männlichen Kommilitonen. Während von 1000 Mädels 25 nicht bestanden, sind es bei den Jungs mehr als doppelt so viele.

Tendenziell nimmt die Durchfallquote an deutschen Unis in den letzten Jahren zu. Und das ist nicht nur guter Ansporn, mal wieder mehr zu lernen – sondern auch super Gesprächsstoff für den nächsten Abend in der Lieblings-Bar im Licht der Discokugel.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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