Hochschulkosten

Ein Medizinstudent kostet 31.690 Euro

published: 20.03.2016

Die Ausbildung ihrer Studenten lassen sich deutsche Hochschulen im Jahr einiges kosten - dabei sind die Unterschiede zwischen den Fachrichtungen enorm (Foto: BRG.photography/Shutterstock.com) Die Ausbildung ihrer Studenten lassen sich deutsche Hochschulen im Jahr einiges kosten - dabei sind die Unterschiede zwischen den Fachrichtungen enorm (Foto: BRG.photography/Shutterstock.com)

Renommierte Dozenten, Seminarräume, Laborausstattung – so ein Studium ist nicht nur für Studierende eine teure Angelegenheit, sondern auch für Unis. Logisch irgendwie, muss ja mehr gekauft werden als nur das Friteusenfett für die Mensapommes. Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Welches Studienfach kostet die Universitäten am meisten – Ingeneurwissenschaften, Medizin oder Jura? Das Statistische Bundesamt hat Antworten parat.



Kosten unterscheiden sich um das 25-Fache

Die Kosten für einen Studenten pro Jahr können sich für die Uni schnell auf einige tausend Euro belaufen – doch nicht alle Studienfächer kosten gleich viel. Die Unterschiede sind enorm. Mit Abstand am teuersten sind Studenten der Humanmedizin – im Jahr 2013 kostete ein angehender Mediziner die Uni durchschnittlich 31.690 Euro. An zweiter Stelle im Kostenranking stehen die Tiermediziner – mit durchschnittlich 18.730 Euro im Jahr liegen sie aber bereits weit hinter den Humanmedizinern. Auf dem dritten Platz finden sich die Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften: Ein Student dieser Fachrichtungen kostet die Uni im Durchschnitt 11.730 Euro pro Jahr.


Am wenigstens Kosten für Universitäten verursacht ein Student der Sprach- oder Kulturwissenschaften, nämlich 5.060 Euro im Jahr, sowie der Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit 4.300 Euro. Schon etwas ironisch: Die dicken Geldverdiener später, BWLer und Juristen, sind in der Ausbildung mit am kostengünstigsten. An letzter Stelle liegen die Gesundheitswissenschaften – die Kosten liegen hier pro Student und Jahr nur bei 1.290 Euro. Echter Schnapper also.

Hier die vollständige Übersicht – Ausgaben pro Student im Jahr 2013
Humanmedizin – 31.690 Euro
Veterinärmedizin – 18.730 Euro
Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften: 11.730 Euro
Mathematik, Naturwissenschaften – 9.770 Euro
Ingeneurwissenschaften – 7.840 Euro
Sport – 6.860 Euro
Kunst, Kunstwissenschaft – 6.700 Euro
Sprach- und Kulturwissenschaften – 5.060
Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – 4.300 Euro
Gesundheitswissenschaften – 1.290 Euro



 
Über 19.000 Studiengänge, 300 Orte, 747 Hochschulstandorte

HOCHSCHULKARTE

HOCHSCHULKARTE

Mimadeo / shutterstock.com
 


Staatliche Hochschulen zahlen mehr

Tief in die Tasche greifen müssen dabei vor allem die staatlichen Hochschulen – sie haben deutlich höhere Kosten für die Ausbildung ihrer Studierenden als die privaten. Dies hat vor allem die Ursache, dass an privaten Unis mehrheitlich Fächer wie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gelehrt werden – auch "Bücherwissenschaften" genannt. Die Kosten dafür sind eher gering. Im Gegensatz dazu werden an staatlichen Hochschulen oft Naturwissenschaften und Medizin gelehrt – Fächer, bei denen allein die Kosten für die Materialien extrem hoch.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

Mehr

René Adler trainiert Torwart-Nachwuchs
Mietpreise steigen weiter
Die deutsche Adele?

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung