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Erste WINEG-Summer School

Pharmaziestudenten auf der "Schulbank"

published: 16.08.2007

Wie funktioniert eigentlich das Gesundheitssystem? Zwei Wochen lang beschäftigte sich die WINEG-Summer School mit dieser Frage. (Foto: shutterstock.com/Robert Kneschke) Wie funktioniert eigentlich das Gesundheitssystem? Zwei Wochen lang beschäftigte sich die WINEG-Summer School mit dieser Frage. (Foto: shutterstock.com/Robert Kneschke)

An eine Vorlesung oder ein Seminar, bei dem über die Gesundheitsreform diskutiert wurde, kann Stephan Parzefall sich nicht erinnern. Im fünften Semester studiert er Pharmazie an der Uni Marburg – aber aktuelle gesundheitspolitische Fragen spielten in seinem Studium bisher kaum eine Rolle.

Sollten sie aber, fand der 23-Jährige und entschied sich dazu, zwischen den Semestern wieder die "Schulbank" zu drücken, auf der Spur des "geheimnisvollen" Gesundheitswesens. Gemeinsam mit Kommilitonen der Universitäten Bonn, Hamburg und Marburg absolvierte er die erste WINEG-Summer School (Unikosmos berichtete). Das WINEG ist das Wissenschaftliche Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen.

Expertenvorträge und Projektarbeit
Wie funktioniert eigentlich das Gesundheitssystem? Und wer hat welchen Einfluss darauf? Wer regelt die Arzneimittelversorgung? Wie laufen Preisverhandlungen für Medikamente ab? Und wie sieht die Apotheke der Zukunft aus? Zwei Wochen lang beschäftigten sich die Teilnehmer mit diesen und weiteren Fragen, hörten zunächst Vorträge renommierter Experten und wendeten das Gelernte anschließend in kleinen Übungseinheiten an. Schwerpunkt der zweiten Woche: ein wissenschaftliches Projekt, das die Studierenden eigenständig erarbeiteten – komplett bis zur Abschlusspräsentation.

Gemeinsam untersuchten die angehenden Pharmazeuten die Evidenzlage von Phytopharmaka, also Arzneimitteln, die aus Pflanzen gewonnen werden. Nach strenger wissenschaftlicher Methodik, versteht sich.

Toller Blick hinter die Kulissen
"Die Summer School war eine tolle Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Gesundheitssystems zu werfen", findet Stefan Parzefall. Und seine Bonner "Kollegin" Christina Wagner, die sich trotz gerade anstehenden Diplomstresses für die Summer School entschied, lobt den Praxisbezug: "Sonst sammelt man ja während des Studiums nicht so viel praktische Erfahrung."

Berufliche Entscheidungshilfe
Beide Studierenden sehen die Summer School auch als wichtige Entscheidungshilfe für die berufliche Orientierung. Ein Aspekt, der WINEG-Direktorin Dr. Eva Susanne Dietrich am Herzen liegt. Und ein wesentlich Grund dafür, die Summer School zu initiieren. „Wir wollen den Apothekern von morgen einen Einblick in wichtige Themen geben, die im Pharmaziestudium bisher zu kurz kommen", so Dietrich. "Es zeigt sich immer wieder, dass die jungen Pharmazeuten beim Berufseinstieg plötzlich mit einem System und Funktionsweisen konfrontiert sind, die ihnen völlig fremd sind."

Mit der Summer School möchte die WINEG-Direktorin gegensteuern. Das Projekt soll daher keine einmalige Sache bleiben. Auch im kommenden Jahr soll es ein entsprechendes Angebot für Studierende geben.

Und wie ist es nun um die Evidenzlage der Phytopharmaka bestellt? "Besser als gedacht", fasst Parzefall das Ergebnis knapp zusammen. Ob das auch als Motto für die vergangenen zwei Wochen taugt? "Noch besser als gedacht", präzisiert Parzefall. Und erntet zustimmendes Nicken bei den Kommilitonen.

Jubiläum – ein Jahr WINEG
Am 21. August 2007 feiert das WINEG sein einjähriges Bestehen und ermöglicht seinen Gästen an diesem Tag einen Einblick in die Projektarbeit des Instituts und deren Ergebnisse. Wenn du dich dafür interessiert: Hier gibt es weitere Informationen zum Programmablauf.

Tipp:
Das Institut sucht derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum WINEG-Geburtstag wird es deshalb auch eine Inforunde für interessierte Doktoranden-, Diplomanden- und Praktikanten-Anwärterinnen und Anwärter geben. Bei Interesse wende dich bitte an Heike Strutz (heike.strutz@wineg.de) vom WINEG.

[TK]

Links

www.wineg.de

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