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Protest gegen Campus-Carry Texas

Dildos statt Waffen

published: 26.08.2016

Am 24. August wehrten sich die Studenten der Universität von Texas mit der Protest-Aktion "Cocks Not Glocks" gegen das neue Waffengesetz. Dafür trugen sie verbotener Weise Dildos mit sich (Foto: Marshall Tidrick) Am 24. August wehrten sich die Studenten der Universität von Texas mit der Protest-Aktion "Cocks Not Glocks" gegen das neue Waffengesetz. Dafür trugen sie verbotener Weise Dildos mit sich (Foto: Marshall Tidrick)

Dildos an Rucksäcken, an Taschen und in den Händen der Studierenden. Zum Semesterbeginn am 24. August an der Universität von Texas in Austin hatten fast alle jungen Leute die Plastik-Sexspielzeuge dabei. In den unterschiedlichsten Farben und Größen waren sie überall zu sehen. Dies war kein anstößiger Studentenstreich zum Start ins Semester. Es handelte sich um eine Protest-Aktion. Und zwar gegen das neue "Campus-Carry-Gesetz" in Texas. Das seit dem 1. August in Kraft getretene Gesetz erlaubt es Personen mit Waffenlizenz, Pistolen und Revolver auf dem Universitätsgelände mit sich zu führen. Das Absurde: Dildos auf den Campus mituzunehmen, ist, "um die allgemeine Unschuld zu bewahren", in Texas strengstens verboten.


Viele Studierende sind entsetzt über das Moralkonstrukt in Texas. Waffen ja, Sex nein? Bis zu 500 US-Dollar Strafe werden beim Verstoß gegen das "Dildo-Gesetz" verlangt, während das Mitführen von Pistolen völlig legal ist. In Texas ist es sogar strafbar, mehr als sechs Dildos zu besitzen. Jessica Jin, eine Studentin der Universität von Texas, weigerte sich wie viele andere, das hinzunehmen. Auf Facebook rief sie unter dem Motto "Cocks Not Glocks" (Penisse statt Waffen) zur Protestaktion auf. Hunderte schlossen sich an. Es entstanden T-Shirts mit der Aufschrift "Gun Free UT" oder welche mit Dildos und dem Hashtag #cocksnotglocks darauf.


Eine US-Firma spendete für die Aktion 4.500 Dildos, die restlos an die Teilnehmenden verteilt wurden. Diese schnallten die Dildos an ihre Taschen und Gürtel oder hielten sie provokativ in die Luft und riefen dabei Parolen gegen das Waffengesetz. Protestschilder, Flaggen, Muffins mit Schoko-Penissen darauf: Jessica Jin und ihre Mit-Organisatoren haben alle Register gezogen, um auf friedliche Weise ihrer Wut über das Gesetz Ausdruck zu verleihen. Absurdes mit Absurdem bekämpfen, war ihr Ansatz. Und das soll es noch nicht gewesen sein: "Wir wollen so lange Dildos an Rucksäcken tragen, so lange Waffen in ihnen rumgetragen werden dürfen", sagte Ana López, eine der Organisatorinnen, der Zeitung "Texas Tribune". Die Uni-Verwaltung hat übrigens nichts gegen den Protest unternommen. Vermutlich weil viele Professoren und andere Bedienstete sich selbst gegen das Campus-Carry-Gesetz ausgesprochen hatten.




[Anne Harnischmacher ]

Links

Die "Cocks Not Glocks"-Veranstaltung auf Facebook
Unser Artikel über das Campus-Carry-Gesetz

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