Orientierungsphase

Stressfrei ins Studium starten

published: 27.09.2007

Wer den Durchblick hat, kann sich entspannt auf das erste Semester freuen (Foto: Public Address) Wer den Durchblick hat, kann sich entspannt auf das erste Semester freuen (Foto: Public Address)

Zum Semesterbeginn wird man oft Zeuge bemitleidenswerter Szenarien: Verwirrte Erstsemestler irren durch lange Korridore riesiger Uni-Gebäude, tragen zerknickte Stapel von Info-Blättern mit sich herum und sind bereits nach einem halben Tag vollkommen demotiviert. Keine Panik: Bis man alle Kürzel, Standorte und Tricks kennt, dauert es seine Zeit. Um allerdings anfangs nicht gänzlich orientierungslos dazustehen, könnt ihr euch vorbereiten. Die Techniker Krankenkasse hat Tipps, wie ihr die ersten Wochen an der Uni unbeschadet übersteht.

Die Lage checken
Viele Studierende wechseln für ihr Studium die Stadt, sodass nicht nur die Uni, sondern auch die Umgebung völlig neu ist. Um sich nicht nebenbei noch darum sorgen zu müssen, wo der nächste Supermarkt liegt, sollte man ein paar Tage vor dem Unistart umziehen.

Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch gleich der Campus inspizieren. Besonders in Metropolen verteilen sich Vorlesungsgebäude oft über die gesamte Stadt, sodass ein grober Überblick über Institiute und Fachbereiche viel Zeit sparen kann.

Wo sollte man nicht fehlen?
Anfangs finden überall Einführungsveranstaltungen statt, in denen sich sowohl die einzelnen Einrichtungen der Universität als auch die Fachbereiche vorstellen. Oft nehmen Tutoren an diesen Veranstaltungen teil - ältere Studierende, die den Neuen ihre Unterstützung anbieten. In Orientierungstutorien oder Orientierungseinheiten geben die höheren Semster Tipps zum Stundenplan, zum Ablauf des Studiums oder zu Prüfungen und Professoren. Häufig organisieren sie auch ein gemeinsames Weggehen mit anderen Erstsemestlern.

Wer es sich zudem ersparen möchte, bei der ersten Recherche in der Bibliothek hoffnungslos zwischen den Regalen zu versauern, sollte überlegen, mal eine halbe Stunde in eine Führung zu investieren.

Richtig Navigieren
An den ersten Tagen macht man sich mit dem Innenleben der Uni vertraut: Wo sind Bibliothek und Computerräume, wo das Sprachenzentrum oder das schwarze Brett? Braucht man vielleicht eine Mensa-Karte? Es ist auch praktisch, herauszufinden, wo sich die allgemeine und fachliche Studienberatung befindet. Für die weitere Studienplanung sollte man auch wissen, welche Ansprechpartner für eventuelle Auslandsaufenthalte oder für Fragen zur Studienordnung zuständig sind.

Wie plane ich mein Studium?
Um das Studium möglichst schnell und zielgerichtet zu absolvieren, sollten ein paar wichtige Details bedacht werden. Meist legt die Studien- bzw. Prüfungsordnung genau fest, bis wann welche Leistungsnachweise zu erbringen sind. Manchmal gibt es Nebenfächer oder die Möglichkeit, sich auf eine bestimmte Fachrichtung zu spezialisieren. Um nicht ins Schleudern zu geraten, sollte bekannt sein, wie und wann solche Entscheidungen getroffen werden müssen.

Einige Fachbereiche verlangen spezielle Nachweise über Sprachkurse, Praktika, Auslandsaufenthalte oder eine Studienfachberatung. Die Fristen, um diese vorzulegen, sollten in Erfahrung gebracht werden. All diese Bedingungen gliedern ein Studium meist schon automatisch in bestimmte Abschnitte.

Und was kommt danach?
Schon während des Studiums macht es Sinn, langfristig zu denken. Dazu gehört beispielsweise, sich zu überlegen, wie es nach dem Bachelor weitergehen soll. Wer seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern möchte, kann dann durch Zusatzkenntnisse oder einen Auslandsaufenthalt Punkte sammeln.

Der erste Stundenplan
Zunächst nimmt man obligatorische Vorlesungen in den Stundenplan auf. Dann folgen empfohlene und Wahlveranstaltungen. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, denn es gibt Lehrveranstaltungen, die aufeinander aufbauen, nicht in jedem Semester stattfinden oder nur im Zusammenhang mit einer Übung angeboten werden.

Wer sich zu Beginn gnadenlos übernimmt, wird schnell gefrustet sein. Bedenke, dass die Vorlesungen auch noch vor- bzw. nachbereitet werden müssen. Nebenbei sollte noch genug Zeit für zusätzliche Veranstaltungen wie beispielsweise Sprachen oder Trainingszeiten bleiben. Nach der ersten Woche kann man seinen Stundenplan ruhig noch einmal verändern.

Wer zusätzlich einen Semesterplan erstellt, auf dem alle wichtigen Termine, Fristen und Aktivitäten vermerkt sind, sollte relativ stressfrei durch das erste Semester kommen.

[Franzisca Teske]

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