Medizinstudium

Qualitäts­sicherung für Promotionen

published: 14.11.2016

Mehr Qualität bei medizinischen Dissertationen: Die Hochschulrektorenkonferenz plant umfassende Maßnahmen (Foto: Syda-Productions/Shutterstock.com) Mehr Qualität bei medizinischen Dissertationen: Die Hochschulrektorenkonferenz plant umfassende Maßnahmen (Foto: Syda-Productions/Shutterstock.com)

Da dürfte sich der ein oder andere Medizinstudierende freuen: Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat umfassende Empfehlungen zur Qualitätssicherung für medizinische Promotionen verabschiedet. Schon lange steht dieser Doktortitel in der öffentlichen Kritik – das soll sich nun ändern. Gezielte Maßnahmen und universitäre Verbesserungen sollen Studierende dabei unterstützen, später den ersehnten "Dr." auf ihre Visitenkarte drucken zu können.

Das Problem der „studienbegleitenden Promotion“

Das bisherige Problem medizinischer Dissertationen besteht darin, dass sie vielfach nicht den Anforderungen einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit entsprechen, wie sie in anderen Fächern an Promotionen gestellt werden. Der Grund dafür ist relativ simpel: Medizinstudierende beginnen ihre Doktorarbeit meist schon während des Studiums. Die überdurchschnittlich hohe Regelstudienzeit von mindestens sechs Jahren lässt oft nichts anderes zu, als schon im Studium mit der Promotion zu starten. Denn gleich an das Studium schließt sich die Facharztweiterbildung von nochmal fünf bis sechs Jahren an.
 

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Maßnahmen der Qualitätssicherung

Ausgehend von diesem und weiteren Problemen sowie Kritikpunkten hat die HRK umfassende Maßnahmen zur Qualitätssicherung der medizinischen Promotion veröffentlicht. Die ausführlichen Empfehlungen der HRK kannst du hier nachlesen – wir geben dir einen Überblick über die wichtigsten Punkte.
 

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1. Postgraduale Dissertation: Medizinische Dissertationen sollen, um qualitativ hochwertig und international anerkannt zu werden, postgradual verfasst werden. Sprich: Doktorarbeiten sollen erst nach dem Studium geschrieben werden. So wie es auch in anderen Fächern die Regel ist. Nur so kann gewährleistet werden, dass das im Medizinstudium erworbene Wissen fruchtbar angewendet werden kann. Zudem soll für die angehenden Medizinern so Stress während des Studium wegfallen. Zur idealen Vorbereitung auf die Doktorarbeit soll während des Regelstudiums eine Einführung in wissenschaftliche Methoden und Arbeitstechniken stattfinden.


 
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2. Freistellung während des Studiums: Wer seine Dissertation trotzdem schon während des Studiums beginnt, der kann für die entsprechenden Vorbereitungen – beispielsweise das Erwerben methodischer Kompetenzen – zukünftig für diese Zeit vom Studium freigestellt werden. Die Freistellung sollte mindestens ein Semester umfassen und fließt nicht mit in die Regelstudienzeit ein.
 

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3. Bessere Betreuung: Promovierende sollen künftig besser betreut werden. Mindestens zwei wissenschaftlich adäquat qualifizierte Personen sollen sich um die Doktoranden kümmern, wobei die Qualität dieser Betreuung von der Fakultät regelmäßig evaluiert wird.

4. Verschärfte Auswahlverfahren: Da Promovierende zukünftig von den Fakultäten stärker betreut werden sollen, folgt daraus, dass weniger Plätze zur Verfügung stehen. Daher werden in Zukunft nur „überdurchschnittlich qualifizierte Studierende, die zusätzlich zum Regelstudium an einer Einführung in wissenschaftliche Methoden und Arbeitstechniken teilgenommen haben“, einen Zugang zur Promotion erhalten, heißt es in der Pressemitteilung der HRK.
 

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[PA]

Links

Alle Beschlüsse zur Qualitätssicherung der medizinischen Promotion der HRK im Web
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Web

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