Deutsch-chinesisches Austauschjahr

Steinmeier an der Uni Hamburg

published: 25.11.2016

Außenminister Frank Walter Steinmeier und Chinas stellvertretende Premierministerin Liu Yandong wurden vor der Universität Hamburg von chinesischen Studierenden begrüßt (Foto: Public Address) Außenminister Frank Walter Steinmeier und Chinas stellvertretende Premierministerin Liu Yandong wurden vor der Universität Hamburg von chinesischen Studierenden begrüßt (Foto: Public Address)

Der Ernst-Cassirer-Hörsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Einen Großteil der Anwesenden machten auch tatsächlich Studierende aus. Doch spätestens die vielen Journalisten in den hinteren Reihen zeigten, dass hier an diesem Tag etwas Außergewöhnliches passierte. Denn die Universität Hamburg stellte am 24. November den Austragungsort der Abschlussveranstaltung des "Deutsch-Chinesisches Jahres für Schüler- und Jugendaustausch" dar. Zu diesem Anlass waren Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Chinas stellvertretende Premierministerin Liu Yandong zu Gast. Unter dem Motto "Austausch, Freundschaft, Zukunft" war das Austauschjahr am 21. März gestartet - mit dem Ziel, gerade Jugendliche für die jeweils andere Kultur und Sprache zu begeistern und so kontinentübergreifende Freundschaften zu vermitteln.

Frank-Walter Steinmeier in Hamburg (10 Bilder)

Frank-Walter Steinmeier in Hamburg
Frank-Walter Steinmeier in Hamburg
Frank-Walter Steinmeier in Hamburg
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Könntest du dir vorstellen, "einfach mal so" für ein Jahr nach China zu fliegen und dort zu leben? 7.356,63 Kilometer von zu Hause entfernt? Über 4000 Teilnehmer wagten diesen Schritt. Entgegen aller Stimmen aus dem Familien- und Freundeskreis, die von schierem Unverständnis bis zu skeptischer Anerkennung einer solch mutigen Entscheidung reichten.
 

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Der 17-jährige Schüler Joel ist einer derjenigen, die sich zu einem Austauschjahr in China entschlossen. Aus seiner Heimat Ravensburg zog es ihn ins weit entfernte Hangzhou. Steinmeier, der den jungen Mann auf seiner Rede bei der Abschlussveranstaltung erwähnte, zeigte sich vor allen Dingen von einer Anekdote Joels überrascht: Die Bezeichnung "Streber" gilt demnach in China als Kompliment. Das kenne er aus seiner Schulzeit so nicht, sagte Steinmeier unter dem Gelächter des Publikums. Wie Joel in seinem Erfahrungsbericht für die "yfu" verrät, machte ihm in Asien auch die "komplett andere Essenskultur" zu schaffen. Die nette Gastfamilie habe ihm allerdings vieles erleichtert. An der Schule lernte er mit 50 Mitschülern fünf Tage pro Woche von morgens bis abends – auch und vor allen Dingen die Sprache. "Die Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg", meint der Jugendliche. "Ohne verbale Kommunikation kann man nur schwer ein gutes Verhältnis zu Freunden und Familie aufbauen." Schnell machte Joel auch hier große Fortschritte und so zieht er ein absolut positives Fazit: "Ich kann meinen Entschluss nach China zu gehen nur weiterempfehlen!"


 
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Solche Erlebnisse, Begegnungen, Beziehungen und Freundschaften sind es, die alle Teilnehmer, jeder auf unterschiedliche Art und Weise, gemacht haben. "Austausch, Freundschaft, Zukunft. Das ist genau der Punkt, an dem unsere Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik einsetzt", fasste Steinmeier zufrieden zusammen.

[Moritz Niehoff]

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Joels Erfahrungsbericht

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