Wir zeigen dir, wie man mit Kaugummi kauen zu besseren Noten kommen kann und andere unglaubliche Lifehacks für Studierende (Foto: margo_black/shutterstock.com)Pointer-Vloggerin Ruth nennt dir fünf gute Vorsätze für jede Jahreszeit (Foto: Public Address)Kiloweise Bücher schleppen? Am Kopierer Schlange stehen? Bis Herbst 2017 bleibt dies Studis vorerst erspart (Foto: debasige/Shutterstock.com)Am 10. und 11. Februar findet die Berufsorientierungsmesse Einstieg in Köln statt (Foto: Einstieg GmbH)Das Latinum ist ein Nachweis für Lateinkenntnisse (Foto: IG-Photo/Shutterstock.com)Pointer-Vloggerin Ruth zählt fünf Tipps für einen lustig-entspannten Silvesterabend auf (Foto: Public Address)So etwas ähnlich könnte es bald an der Uni Marburg geben: einen Roboter, der Studierenden bei ihren Fragen und Problemen hilft (Foto: YAKOBCHUK VIACHESLAV/Shutterstock.com)

Deutsche Hochschulen

Immer mehr minderjährige Studierende

published: 04.01.2017

Rasanter Wandel: Die Zahl der minderjährigen Studierenden hat sich in den letzten Jahren vervierfacht (Foto: Public Address) Rasanter Wandel: Die Zahl der minderjährigen Studierenden hat sich in den letzten Jahren vervierfacht (Foto: Public Address)

Während die einen früher mit 16 oder 17 noch Pokémon-Karten getauscht oder ungeduldig von MTV zu VIVA gezappt haben, sieht das heutzutage anders aus: man studiert. Die Zahl der minderjährigen Studierenden steigt seit einigen Jahren kontinuierlich - vom Klassenzimmer in den Hörsaal. Von der Tupperdose zum Mensatablett. Doch: Woran liegt das und stellt die wachsende Zahl der Studierenden unter 18 ein Problem dar?

Zahl der minderjährigen Studierenden hat sich vervierfacht

Im Studienjahr 2015 haben sich insgesamt 3737 Studierende unter 18 Jahren an Hochschulen eingeschrieben: Das sind 0,7 Prozent der ingesamt 507.000 Studienanfänger im Jahr 2015. Besonders interessant wird diese Zahl, wenn man sie mit den letzten Jahren vergleicht: So gab es 2010 lediglich 837 Studierende, die unter 18 waren. Dies sind 0,2 Prozent der 445.000 Studienanfänger in diesem Jahr — und ein deutlicher Unterschied zu den 0,7 Prozent 2015.


Probleme angesichts der hohen Zahl an minderjährigen Studierenden scheint es allerdings nicht zu geben - jedenfalls sehen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) keine. Durch Generaleinwilligungen der Eltern und weitere rechtliche Regelungen ist es den jungen Studierenden möglich, ebenso selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln wie die volljährigen.

Sind denn alle auf einmal viel schlauer und fleißiger?

Grund für die vielen minderjährigen Erstsemester ist nicht, dass auf einmal alle viel schlauer und fleißiger wären, sondern das verkürzte Abitur (G8). So gut wie alle Bundesländer entschieden sich seit 2000 dafür, die Zeit bis zum Abi auf acht gymnasiale Schuljahre zu verkürzen. Die Folge: viel Kritik von Eltern und Schülerschaft. Und viele minderjährige Abiturienten, die sich auf Studienplätze bewerben. Mittlerweile sind einige Bundesländer wieder zur längeren Abiturzeit (G9) zurückgekehrt oder überlegen sich andere Lösungen. Die Kritik ebbt nämlich auch weiterhin nicht ab. Denn vielleicht ist es ja gar nicht so verkehrt, mit 16 oder 17 noch aus der Tupperdose zu essen, statt in den überfüllten Mensaschlange zu warten.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

Mehr

15 Mensaessen aus der Hölle
62 Prozent wohnen bei den Eltern
Vorerst doch kein "Papierkrieg" an den Unis

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung