Junge Erwachsene im Hotel Mama

62 Prozent wohnen bei den Eltern

published: 12.01.2017

Eine eigene Wohnung - ein Traum. Doch nicht jeder kann oder will sofort ausziehen: Sechs von zehn jungen Erwachsenen wohnen noch bei den Eltern (Foto: Michaelpuche/Shutterstock.com) Eine eigene Wohnung - ein Traum. Doch nicht jeder kann oder will sofort ausziehen: Sechs von zehn jungen Erwachsenen wohnen noch bei den Eltern (Foto: Michaelpuche/Shutterstock.com)

Kaum haben viele junge Erwachsene ihren Schulabschluss in der Hand, sind die Umzugskartons in Lichtgeschwindigkeit gepackt. Geschirr abwaschen, wann man will, und den Pfandflaschenberg zum Turmbau zu Babel erklären — Auszug bedeutet Selbstständigkeit und Freiheit. Auch Verantwortung. Doch nicht alle verlassen das heimelige Nest sofort für eine eigene Bude, wie Daten des Statistischen Bundesamtes verraten.
 

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Junge Frauen und Städter ziehen früher aus

So haben in Deutschland 2015 ganze 62 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen noch bei ihren Eltern gewohnt. Die Gründe dafür können durchaus vielfältig sein. Die eine findet es doof, selbst staubzusaugen, der andere ist einfach ein Familienmensch. Oder es fehlt das nötige Kleingeld für eine fancy Instagram-Altbauwohnung in #Berlin. Ach, und dann ist da noch dieser nervige Wohnungsmangel.

Doch wirklich überraschend ist diese hohe Zahl an Daheimwohnern nicht: Auch in den letzten zehn Jahren haben, so die Daten des Mikrozensus, die Mehrheit der jungen Erwachsenen ihr Quartier noch im Hotel Eltern gehabt. Hingegen durchaus überraschend ist, dass junge Männer mit 68 Prozent häufiger noch daheim wohnen als junge Frauen mit 56 Prozent.


 
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Das Statistische Bundesamt ermittelte zudem, dass das Phänomen des längeren Wohnens bei den Eltern vor allem ein ländlich verbreitetes ist: Während in Großstädten ab 500.000 Einwohnern lediglich 45 Prozent der Altersgruppe noch bei den Eltern leben, sind es in kleineren Gemeinden unter 10.000 Einwohnern ganze 78 Prozent. Auf dem Land ticken die Uhren eben etwas anders. 

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Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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