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Koffein

Uni-Experiment endet mit Überdosis

published: 02.02.2017

So viel Koffein wie in 300 Tassen Kaffee: An einer Uni in England schwebten zwei Studenten nach einem Experiment in Lebensgefahr (Foto: amenici181/Shutterstock.com) So viel Koffein wie in 300 Tassen Kaffee: An einer Uni in England schwebten zwei Studenten nach einem Experiment in Lebensgefahr (Foto: amenici181/Shutterstock.com)

Diese Menschen, die behaupten "All you need is love" haben keinen blassen Schimmer vom Leben. Oder sie mussten sich noch nie um 8 Uhr für eine Vorlesung aus der über Nacht mühevoll konstruierten Deckenkissenfestung quälen. Denn: All you need is – coffee. Definitiv. Wer kennt sie nicht, die Menschen, die mit dunklen Augenringen und noch dunklerem Kaffee über den Campus kriechen. Wenn nichts hilft, dann hilft eben nur das Koffein-Wundergetränk.

Welche Auswirkungen Koffein genau auf den menschlichen Körper hat, das sollte an der Northumbria University im englischen Newcastle in einem Experiment herausgefunden werden. Das ungeplante Ergebnis: Ein Rechenfehler, der zwei Studierende in Lebensgefahr brachte und die Uni jetzt 470.000 Euro kostet.


Schonmal 300 Tassen Kaffee auf ex getrunken?

Und so nahm das Unheil seinen Lauf: Zwei Sportstudenten meldeten sich freiwillig für ein Experiment ihrer Uni, bei der Auswirkungen von Koffein auf körperliches Training untersucht werden sollten. So der Plan. Doch dann gab es da leider diesen kleinen Fehler in Form einer falsch gesetzten Dezimalkommastelle. Dadurch wurde den beiden Teilnehmern statt den geplanten 0,3 Gramm Koffein ganze 30 Gramm Koffein verabreicht – also das Hundertfache. Diese Menge Koffein entspricht ungefähr 300 Tassen Kaffee #shit. Bei Starbucks hätte man dafür seinen Bausparvertrag kündigen müssen.

Wie es zu dem Fehler kam

Wie es genau zu dem Rechenfehler kam, ist nicht ganz klar. Es gibt verschiedene mögliche Fehlerquellen: So verwendete die Uni bei diesem Experiment zum ersten Mal Koffein in Form von Pulver statt wie gewohnt Tabletten. Außerdem erfolgte die Berechnung am Mobiltelefon. #hallotippfehler? Auch die durchführenden Mitarbeiter hätten zum ersten Mal alleine eine solche Studie durchgeführt, heißt es.

Wie so oft im Leben gilt auch in diesem Fall offenbar: Glück im Unglück. Denn während es in der Vergangenheit bereits Todesfälle bei einer Dosis von 18 Gramm Koffein gab, so der Ankläger Adam Farrer vor Gericht, haben die beiden Sportstudenten die 30 Gramm überlebt. Sie landeten jedoch auf der Intensivstation eines Krankenhauses und mussten sich einer Dialyse unterziehen. Mittlerweile geht es beiden laut Informationen eines BBC-Artikels wieder gut. Und die Uni? Die muss nun eine Strafe von rund 470.000 Euro zahlen. Vorerst wird vermutlich also kein Geld für einen neuen Kaffee-Automat in der Mensa der Northumbria University vorhanden sein. Ist vielleicht auch besser so.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Die "Northumbria University" im Web
Zum BBC-Artikel "Northumbria University life-threatening caffeine test fine"

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