Umfrage der Bertelsmann Stiftung

Digitaler Enthusiasmus an Hochschulen

published: 28.03.2017

Die Digitalisierung ist in den deutschen Hochschulen längst angekommen (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com) Die Digitalisierung ist in den deutschen Hochschulen längst angekommen (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com)

Wenn es um die Technik geht, sind die meisten Hochschulen in Deutschland gut gerüstet. 80 Prozent der Lehrenden sind zufrieden mit der entsprechenden Ausstattung und der WLAN-Qualität an ihrer Hochschule. Von den Studierenden gibt es für die IT-Ausstattung sogar noch bessere Noten. Digitale Elemente sind Uni-Alltag, rund 90 Prozent der Veranstaltungen werden heute durch ein solches Angebot ergänzt. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung, für die Studierende, Professoren und Mitarbeiter der Hochschulverwaltung befragt wurden.
 

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Digitalisierung ist in den deutschen Hochschulen angekommen

Trotzdem gilt: Eine deutliche Mehrheit, 80 Prozent der Studierenden, wünscht sich digitale Medien und Videoangebote rund um die Lehrveranstaltung. Aber nur 20 Prozent der Studierenden sind der Meinung, dass Lehrveranstaltungen ausschließlich mit digitalen Medien durchgeführt werden sollten. Absoluter Spitzenreiter ist und bleibt die gute alte Tafel: Sie erhielt die höchsten Zustimmungswerte bei dieser Umfrage. Studierende halten vor allem die fachliche Eignung des Lehrpersonals für entscheidend - ausschlaggebend sind also nicht die Medien selbst, sondern deren sinnvoller Einsatz. Am wenigsten aufgeschlossen gegenüber digitalen Medienangeboten sind demnach Lehramtstudenten. Dabei wird es wohl an ihnen liegen, dass die Digitalisierung auch in den Schulen ihren Platz findet. Dennoch nutzen gerade sie weniger digitale Medien zum Lernen als andere Fachgruppen.
 

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Willkommen in der 1c #einschulung #schule #grundschule #schulkind #schultüte #schultafel #tafel #kreide #aufregend #münchen

— biancahenze September 13, 2016

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Digitale Verfechter und analoge Skeptiker

Dozenten halten sich nicht nur bei der Anwendung innovativer Lernformate zurück. 86 Prozent von ihnen hegen große Skepsis gegenüber Wissensvermittlung durch Videos, 62 Prozent sehen ungelöste rechtliche Probleme und knapp 60 Prozent beklagen den hohen Aufwand in der Vorbereitung. Außerdem fühlen sich ebenfalls 60 Prozent der Dozenten durch Tablets oder Laptops gestört, wenn die Studierenden sie während ihrer Lehrveranstaltung nutzen. Nur jeder vierte Dozent baut digitale Planspiele oder elektronische Übungen in die Lehrveranstaltung mit ein. Eine gesamte Vorlesungsreihe als abrufbares Video produzieren gerade einmal zwei Prozent der Professoren. Unter Hochschulleitungen und Verwaltungsmitarbeitern bilden sich zwei gleichgroße Lager konsequent digitaler Verfechter und konsequent analoger Skeptiker. Es fehlt insgesamt an konkreten Strategien, um mit digitalen Medien die Lehre zu verbessern. Mehr als die Hälfte der Hochschulmanager fühlt sich zwar für die Infrastruktur verantwortlich, setzt bei deren Anwendung aber auf Professoren, Dozenten und Studierende. Von ihnen erwarten Hochschulleitung und -verwaltung stärkere Impulse zur Nutzung digitaler Medien als von sich selbst.


 
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Dabei sehen viele Rektoren, Dezernenten und Verwaltungsmitarbeiter durchaus große Chancen in der Digitalisierung. Etwa 70 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich durch digitale Lösungen nicht nur die wachsende Zahl von Studierenden bewältigen lässt, sondern auch ihre zunehmende Vielfalt. Denoch bleiben einige Fragen zu klären, wie zum Beispiel die rechtlichen Aspekte zur Anrechnung des Lehrdeputats. 70 Prozent geben dies als größte Herausforderung an, gefolgt von den Kosten für die IT-Betreuung.

[idw]

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