Der Hörsaal der Zukunft

Digitales Lehren und Lernen

published: 22.04.2017

Nicht alle Lehrenden und Lernenden unterstützen die Digitalisierung des Studiums (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com) Nicht alle Lehrenden und Lernenden unterstützen die Digitalisierung des Studiums (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com)

Das digitale Zeitalter hat im Leben vieler Menschen seinen fest verankerten Platz gefunden. Gerade in Hochschulen werden neue Wege bestritten, wie künftig Studierende noch schneller und effektiver ausgebildet werden können. In Forschung, Lehre und Verwaltung soll alles digitalisiert werden, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Begriffe wie "Blended Learning" oder "E-Learning" gehören zum festen Bestandteil der deutschen Hochschulpolitik. Doch sehen die Studenten von morgen ihren Professor bald nur noch per Skype-Unterhaltung in der Vorlesung? Und wie viel Digitalisierung kann ein junger Mensch beim Lernen vertragen?
 

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Der Wandel des Alltags in der Hochschule

Für die Hochschulen stehen derzeit weitreichende Veränderungen an: Im Zeitalter von Internet und Digitalisierung ändern sich nicht nur Lehre und Forschung, sondern auch die Hochschulen selbst auf ihren verschiedenen institutionellen Ebenen. Ob Onlinekurse, Social Media oder Präsentationstools - technisch sind diese zwar gut ausgestattet, doch das volle Potenzial digitaler Medien in der Lehre bleibt laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung oft ungenutzt. Für die Studie wurden 2750 Studierende, 650 Professoren und Dozenten sowie 85 Präsidenten, Rektoren und Mitarbeiter der Hochschulverwaltung befragt. Und diese Befragung ergab teilweise erstaunliche Ergebnisse:


 
Über 19.000 Studiengänge, 300 Orte, 747 Hochschulstandorte

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Lehramtsstudenten sind besonders zurückhaltend

Ausgerechnet die Lehramtsstudenten sind besonders reserviert gegenüber digitalen Medien - dabei sollen sie es sein, die später jüngeren Menschen die digitale Welt näherbringen sollen. "Lehramtsstudierende sollten Digitalisierung in die Schulen tragen. Allerdings nutzen gerade Lehramtsstudierende weniger digitale Medien zum Lernen als andere. Wenn sie es tun, motiviert sie das auch noch weniger als ihre Mitstudierenden aus anderen Fachbereichen", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung und Geschäftsführer des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).
 

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Dozenten fühlen sich von Laptops gestört

Und auch bei den Lehrenden deckt die Studie Probleme auf: 60% der befragten Dozenten beklagen den hohen Vorbereitungsaufwand für den Einsatz digitaler Medien und fühlen sich überdies gestört, wenn die Studierenden während einer Lehrveranstaltung Tablets und Laptops benutzen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die insgesamt gute digitale Infrastruktur der deutschen Hochschulen von allen Beteiligten möglichst bald noch besser genutzt wird - um Studierenden das Lernen zu erleichtern und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu gewährleisten.

[PA]

Links

Hier geht es zur Umfrage der Bertelsmann-Stiftung

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