Studentenwerk-Studie

BAföG reicht nicht zum Leben

published: 02.06.2017

Der BAföG-Höchstsatz reicht nicht zum Leben. So lautet das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Deutschen Studentenwerks (Foto: Marian Weyo/Shutterstock.com) Der BAföG-Höchstsatz reicht nicht zum Leben. So lautet das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Deutschen Studentenwerks (Foto: Marian Weyo/Shutterstock.com)

Eigentlich soll ein normales Leben als Student mit Hilfe vom BAföG ohne Weiteres möglich sein. Erst vor kurzem wurde der Höchstsatz auf 735 Euro pro Monat erhöht. Das ist aber immer noch viel zu wenig, so das Ergebnis einer vom Deutschen Studentenwerk beauftragte Studie. Die Autoren fordern in ihrem Fazit eine Erhöhung des Bedarfssatzes auf 1000 Euro. Als Grund werden vor allem die hohen Mietkosten angegeben.
 

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Bei gerade einmal 250 Euro liegt die Wohnpauschale momentan. Das reicht zwar, um ein Zimmer in einem Studentenwohnheim zu bezahlen - aber kaum eine andere Wohnsituation. So müssen Studierende in Wohngemeinschaften oder eigenen Wohnungen deutlich draufzahlen und demzufolge an anderen Stellen sparen. Vielen Studenten knapsen dann bei den Lebensmitteln. "Hierfür werden zum Teil Beträge ausgegeben, die eine gesunde und ausgewogene Ernährung unwahrscheinlich erscheinen lassen", heißt es in der Studie.
 

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Eine weitere Lücke stellt der Zuschlag für Pflege- und Krankenversicherung dar. Denn BAföG deckt nur die 86 Euro ab, die für eine studentische Krankenversicherung nötig sind. Studierende über 30 Jahren müssen allerdings 150 Euro für diesen Posten aufwenden, also fast das Doppelte. BAföG reicht also zumindest für sehr viele Studierende hinten und vorne nicht. Deswegen appelliert Dieter Timmermann, Präsident des Deutschen Studentenwerks, dringend an die kommende Regierung: "Eine neue Bundesregierung muss nun den studentischen Bedarf auf der Grundlage aktueller Daten festsetzen und umgehend eine BAföG-Erhöhung auf den Weg bringen, die die heute aufgezeigten Förderlücken schließt." Ob das passiert, bleibt abzuwarten. Die Politik ist nun in jedem Fall gefordert.
 

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Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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