DZHW-Studie

Professuren bleiben oft unbesetzt

published: 25.06.2017

Nach dem Studium an der Uni bleiben? Die wenigen Bewerbungen auf offene Professuren zeigen: Dies können sich nicht viele Studis vorstellen (Foto: Jannis Tobias Werner  / Shutterstock.com) Nach dem Studium an der Uni bleiben? Die wenigen Bewerbungen auf offene Professuren zeigen: Dies können sich nicht viele Studis vorstellen (Foto: Jannis Tobias Werner / Shutterstock.com)

Es gibt zwei Arten von Studierenden: Die, die nach dem Abschluss so schnell wie möglich den Campus verlassen — und die, die den Campus nie verlassen. Die, die eine akademische Laufbahn als Professor bzw. Professorin anstreben. Die, die einfach nicht genug von Mensa und Hörsaal bekommen können. Doch das scheinen tatsächlich — und leider — nicht viele zu sein, wie eine neue Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zeigt: Jede zweite Professur bleibt nach der ersten Ausschreibung unbesetzt. Dies hat viele Gründe — und keiner davon hat mit verkochtem Mensaessen zu tun. Auch wenn´s irgendwie naheliegt.
 

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Nur 22 Bewerbungen pro Professur

Wird in Deutschland eine Fachhochschulprofessur ausgeschrieben, gehen darauf durchschnittlich 22 Bewerbungen ein. Das ist nicht viel. Kein Wunder also, dass jede dritte Professur (36 Prozent) mehrfach ausgeschrieben werden muss und auch nach mehreren Runden noch jede sechste Stelle unbesetzt bleibt. Ein weiteres Problem: Von den eh schon wenigen Bewerbern werden viele vorweg schon aus dem Berufungsverfahren ausgeschlossen — Gründe sind mangelnde formale Voraussetzungen (29 Prozent), fehlender Doktortitel (33 Prozent) und zu wenig Praxiserfahrung (47 Prozent).


 
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Vor allem zwei Fachrichtungen leiden unter Bewerbermangel: Ingenieurwissenschaften, weil es einfach zu viel attraktive Konkurrenz an Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft gibt, und das Gesundheitswesen, weil dort bisher noch nicht genügend Promotionsmöglichkeiten vorhanden sind. Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW, fordert deshalb neue innovative Konzepte zur Verbesserung der Bewerberlage. Und, ganz vielleicht, würde ja auch besseres Mensaessen den ein oder anderen Studi zu einer Karriere an der Uni bewegen — möglich wär`s!
 

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Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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