Steuererklärung für Studierende

Kann sich lohnen!

published: 17.07.2017

Den Gedanken an eine Steuererklärung schieben viele Studierende weg. Doch eine Steuererklärung kann sich auch für sie lohnen (Foto: Studio 58/shutterstock.com) Den Gedanken an eine Steuererklärung schieben viele Studierende weg. Doch eine Steuererklärung kann sich auch für sie lohnen (Foto: Studio 58/shutterstock.com)

Steuererklärung – ein leidiges Thema, um das Studierende gerne einen Bogen machen. Besonders wenn man auf BAföG oder elterliche Unterstützung angewiesen ist, der Nebenjob nicht den Freibetrag von 450 Euro überschreitet und man sowieso vermeintlich keine Steuern zahlen muss. Doch oftmals lohnt sich das etwas aufwändige Auseinandersetzen mit dem Thema Steuererklärung. Der Grund ist ganz simpel: Geld. Denn du hast die Chance, für so gut wie alles Geld zurückzuerhalten: für die Semesterbeiträge, deinen Weg zur Uni oder zum Nebenjob, deine studienbedingten Anschaffungen und für die anfallenden Kosten deines Auslandssemesters.

Elster ausfüllen Anleitung - Steuererklärung 2014 2015 2016 Tutorial - Steuererklärung selber machen Elster ausfüllen - Steuererklärung 2014 2015 2016 Tutorial - Steuererklärung selber machen Steuerprogramme Elster: https://www.elster.de/elfo_down.php smartsteuer: http://bit.ly/2mhnYJG Mit diese Elster ausfüllen Anleitung - Steuererklärung 2014 2015 2016 Tutorial - Steuererklärung selber machen

Elster ausfüllen Anleitung - Steuererklärung 2014 2015 2016 Tutorial - Steuererklärung selber machen


Für wen lohnt sich die Arbeit?

Zur Zeit hängt die Rückerstattung der im vorausbezahlten Studieninvestitionen davon ab, ob man sich in der Erst- oder Zweitausbildung befindet. Eine Steuererklärung lohnt meist nur für Studierende im Zweitstudium. Aber das könnte sich bald ändern. Die Aussichten sind gut. Dann macht sich die Steuererklärung für jeden bezahlt. Denn Geld zurückzuerhalten ist immer klasse. Sich die Zeit zu nehmen, eine Steuererklärung abzugeben, wird dir vielleicht nicht unmittelbar deine lang ersehnte Neuseeland-Reise finanzieren. Aber oftmals wird es dann zum Berufseinstieg was mit der Geldspritze. Auch nicht schlecht, oder?


Was ist eine Erst/- und Zweitausbildung?

Unterschieden werden muss momentan zwischen der Erst- und Zweitausbildung. Eine Erstausbildung ist die erste Ausbildung direkt nach dem Erhalt des Schulabschluss. Diese muss mindestens zwölf Monate dauern und zu einem offiziellen Abschluss führen. Hier einzuordnen ist beispielsweise das Bachelor-Studium direkt nach dem Erhalt der Fach/- Hochschulreife. Bei einer Zweitausbildung handelt sich um eine Ausbildung, die auf eine vorhergehende folgt. Das kann der Master oder das Diplom sein, aber auch der Bachelor, falls du vorher eine Berufsausbildung abgeschlossen hast, oder das Duale Studium.


Wie kann ich meine Kosten im Bachelorstudium geltend machen?

Aufwandskosten können in der Erstausbildung lediglich als Sonderausgaben abgesetzt werden. Dies ist mit 6000 Euro auch nur begrenzt möglich. Zudem können Sonderausgaben jeweils nur im entsprechenden Jahr angegeben werden. Des Weiteren muss der Student auch steuerpflichtige Einnahmen erzielen, die über den Grundfreibetrag hinausgehen. Das sind Einkünfte, die höher als 8820 Euro (Stand 2017) im Jahr sind. Nicht einzuordnen sind hier Unterhaltszahlungen oder BAföG. Für viele Studierende ein unwahrscheinlicher Betrag. Doch noch in diesem Jahr könnte sich die Gesetzeslage soweit ändern, dass auch in der Erstausbildung die Aufwandskosten als Werbekosten aufgegeben werden dürfen.


 
Über 19.000 Studiengänge, 300 Orte, 747 Hochschulstandorte

HOCHSCHULKARTE

HOCHSCHULKARTE

Mimadeo / shutterstock.com
 


Wie kann ich meine Kosten im Masterstudium geltend machen?

Werbekosten kannst du unbegrenzt angeben - sogar noch bis zu sieben Jahre später. Das nennt sich dann "Verlustvortrag". Das bedeutet also, dass du die für deine Fortbildung aufgewendeten Kosten jedes Jahr dem Finanzamt in Form einer Steuererklärung angeben kannst. Das Finanzamt wird diese Informationen vermerken und dir die Beträge anrechnen, sobald du voll ins Berufsleben gestartet bist. Du kannst mehrere Tausend Euro Steuerrückzahlungen im ersten und/oder zweiten Jahr erhalten. Wenn du zum Beispiel zehntausend Euro in dein Studium investiert hast, könntest du einen großen Teil zurück erstattet bekommen.


Easy online

Ja, die Steuererklärung ist nicht das angenehmste Thema, aber es kann sich durchaus lohnen, eine auszufüllen. Dank des kostenlosen Programms Elster muss dies auch nicht mit einem riesigen Stapel an unverständlichen Formularen in Verbindung stehen. Und wenn du dir jetzt denkst: "Alles schön und gut, aber ich bin als Bachelor-Student sowieso außen vor", kann man dir nur nahlegen: Mach's trotzdem! Auch wenn sich die Gesetzeslage vielleicht nicht sofort ändern wird, gib deine Ausgaben in deiner Steuererklärung trotzdem als Werbekosten an. Wenn das Finanzamt den Antrag ablehnt, bestehe darauf, das Verfahren ruhen zu lassen. Sobald sich die Gesetzeslage dann ändert, kannst du immer noch davon profitieren.

[Tara Bellut]

Links

Hier kommst du zu einem hilfreichen Video
Ein weiteres hilfreiches Video
Hier kommst du zu Elster

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung