Ausbildungsförderung

Weniger BAföG-Empfänger

published: 04.08.2017

Studierende können einkommensabhängig BAföG beantragen (Foto: Public Address) Studierende können einkommensabhängig BAföG beantragen (Foto: Public Address)

Im Jahre 2016 wurden 823000 Personen, 239000 Schülerinnen und Schüler sowie 377000 Studierende, nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert: Sie erhielten insgesamt 2,9 Milliarden Euro. Das sind aber trotz steigender Studentenzahlen 5,5% weniger als im Vorjahr 2015. Knapp die Hälfte der BAföG-Empfängerinnen und Empfänger erhielten eine sogenannte Vollförderung, die bei Studierenden derzeit bei 735 Euro liegt. Durchschnittlich wurden 2016 449 Euro im Schülerbereich und 464 Euro bei den Studierenden gezahlt. Abhängig ist die Höhe des monatlichen Betrages unter anderem vom Wohnort: 28% aller Geförderten lebten noch bei ihren Eltern.
 

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Dass die BAföG-Zahlungen seit zwei Jahren rückläufig sind, liegt auch daran, dass das Einkommen von immer mehr Eltern über der Bemessungsgrundlage liegt. "Die Freibeträge sind im August 2016 gesetzlich angehoben worden", sagt Udo Kleinegees, als Sachgebietsleiter BAföG-Statistik beim Statistischen Bundesamt für die Erfassung und Auswertung der BAföG-Daten zuständig. "Wenn es das Gesetz nicht gegeben hätte, wäre der Rückgang möglicherweise noch höher", so Kleinegees weiter.


 
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Bleibt zu hoffen, dass der Gesetzgeber sich nach der Bundestagswahl und Regierungsneubildung im Spätherbst des Themas noch einmal annimmt: Wenn bei steigenden Studierendenzahlen die BAföG-Förderung sinkt und vorhandene Mittel nicht ausgeschöpft werden, läuft etwas schief beim Vorhaben, möglichst viele junge Menschen angemessen auszubilden. Und besonders jene, deren Eltern sich ein Universitätsstudium nicht leisten können, obwohl sie (knapp) über der Bemessungsgrundlage liegen.
 

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Der Autor: Karl Günter Rammoser

Der Autor: Karl Günter Rammoser

Der Gymnasiallehrer (Deutsch, Geschichte, Philosophie), Journalist, Gelegenheits-Literat und Hobbykoch wurde in Oldenburg/Holstein geboren, studierte in Göttingen und ist seit seinem Referendariat bekennender Hamburg-Fan. In seiner Freizeit kocht er oder sitzt am Rechner, weil er nur schwer zwischen Hobby und Beruf unterscheiden kann.

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