TU Chemnitz

Die Bibliothek, die niemals fertig wird?

published: 03.09.2017

Die Studis der TU Chemnitz müssen noch länger auf ihre neue Bib warten: Hindernisse beim Bau verzögern die Eröffnung weiter (Foto: connel/Shutterstock.com) Die Studis der TU Chemnitz müssen noch länger auf ihre neue Bib warten: Hindernisse beim Bau verzögern die Eröffnung weiter (Foto: connel/Shutterstock.com)

Die neue geplante Zentralbibliothek der Technischen Universität Chemnitz könnte man auch als BER (Flughafen Berlin Brandenburg) unter den Bibliotheken bezeichnen: Kostet viel Geld und der geplante Fertigstellungstermin — tja, der wird immer weiter nach hinten geschoben. Der Bau der Bib, der im Juni 2015 begann, sollte eigentlich Ende 2018 fertig werden. Eigentlich. Denn nun heißt es, man plane die Bauarbeiten im Sommer 2019 abschließen zu können. An den kalkulierten Kosten von stolzen 50 Millionen Euro solle sich dadurch aber nichts ändern. Ob es wirklich so kommt? Naja, vielleicht kann man dann wenigstens die Eröffnungsfeier vom BER und der Bib der TU Chemnitz zusammenlegen — und dadurch Kosten für zwei Buffets sparen...

Neue Bib in altem Gebäude

Trotz der Verzögerung bleibt der Trost, dass sich die Warterei lohnt, denn die neue Bib wird in den Hüllen der alten Fabrikgebäuden der historischen Aktienspinnerei gebaut. Bestehend aus einem Mittelbau, dem Magazin sowie zwei großen Seitenflügeln mit vier Geschossen und einem Freihandbereich soll sie zum neuen Anlaufpunkt der Studis werden. Allein der Freihandbereich soll 785.00 Bücher umfassen, das Magazin nochmals 600.000. Das Herzstück wird der neue Lesesaal: Dort sollen die fleißigen Studis an 710 Arbeits- und Leseplätzen sieben Tage die Woche 24 Stunden lang lesen, an Hausarbeiten schreiben oder Gruppentreffen abhalten können.
 

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Wo ist das Problem?

Bis die Studis dieses Herzstück allerdings nutzen können, wird es noch mehrere Monate dauern. Wer Schuld an der Verzögerung hat? Zum einen der Mittelbau des Gebäudes. Während des Baus hat sich herausgestellt, dass dieser doch nicht so viel Last tragen kann, wie geplant war. Somit mussten zusätzlich 270 Pfähle in die Erde gebaut werden, damit die Wände verstärkt werden und später das Gewicht der Bücher halten. Und auch das Mauerwerk der Seitenflügel erwies sich als stärker beschädigt als angenommen — klar, bei einem historischen Gebäude ist eben nicht mehr alles tiptop.


 
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Und als wäre die Gebäudesubstanz noch nicht Problem genug, hat ein ahnungsloser Bauarbeiter einige der vorhandenen Zug-Streben durchtrennt — wodurch letztlich das ganze Gewölbe einstürzte. Bis auf dieses Gewölbe sind glücklicherweise alle unversehrt geblieben. Doch dieses neu aufzubauen war in der Planung anfangs nicht vorgesehen und führte deshalb unter anderem dazu, dass sich der Bau nun mindestens bis zum Sommer 2019 verzögert. Aber, wie gesagt, vielleicht auch ganz praktisch, um die Eröffnung von BER und Bibliothek zusammenzulegen — genug Zeit, um die große Feier zu planen, ist allemal noch da.
 

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Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Die Technische Universität Chemnitz im Web
Zum Artikel "BER kann frühestens im Herbst 2019 eröffnen" auf morgenpost.de
Der BER (Flughafen Berlin Brandenburg) im Web
Weitere Infos zur Chemnitzer Aktienspinnerei

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