Social-Media-Trend

Erzähler: "Doch die Uni lief nicht gut"

published: 12.09.2017

Sogenannte Erzähler-Posts tauchen jetzt vermehrt auf Twitter und Jodel auf und bringen uns zum Lachen (Foto: Antonio Guillem/Shutterstock.com) Sogenannte Erzähler-Posts tauchen jetzt vermehrt auf Twitter und Jodel auf und bringen uns zum Lachen (Foto: Antonio Guillem/Shutterstock.com)

"Oma: Na, wie läuft die Uni?
Ich: Gut!
Erzähler: Doch die Uni lief nicht gut."

Wer schon mal über diese Art von Beitrag bei Twitter oder Jodel gestolpert ist, dem ist sicherlich ein Lachen entfahren oder zumindest ein Lächeln über die Lippen gehuscht. Es handelt sich hierbei um sogenannte Erzähler-Posts oder -Tweets, die seit Mitte des Jahres in den sozialen Medien kursieren.


Das Prinzip dieser kleinen, witzigen Anekdoten ist einfach: Meistens handelt es sich um einen Dialog zwischen zwei Personen. Häufig wird dabei einer Person eine Frage gestellt oder sie kommentiert eine Situation oder einen Sachverhalt. Die Antworten oder Aussagen fallen dann so offensichtlich lächerlich oder unwahrscheinlich aus, wie man es häufig auch aus dem eigenen Alltag kennt. Zuletzt schreitet dann der allwissende Erzähler ein, der wie in einem Hörspiel kommentiert, was sich gerade abgespielt hat. Er hat Kenntnis davon, was wirklich in den Figuren vorgeht, und enthüllt die Wahrheit.


Woher oder von wem dieser Trend kommt, ist nicht ganz klar. Vielleicht sehnen sich in Zeiten von Digitalisierung und modernen Medien viele in ihre von Kassettenrekordern und CD-Playern geprägte Kindheit zurück. Ob im Auto, zum Einschlafen oder während des Playmobil-Spielens: Ständig hörten wir uns damals die Geschichten von den drei Fragezeichen, Bibi Blocksberg und Co. an. Selbstverständlich sind die Geschichten unserer Kindheitshelden noch nicht ausgestorben, aber es ist heutzutage eben doch etwas anderes, ihnen zuzuhören, als es früher war. Mit den Erzähler-Posts wird jetzt offenbar der besonders aus Kindheitstagen vertraute Erzähler mit ins Erwachsenen-Dasein genommen und mit Humor und einer witzig verpackten Ehrlichkeit gekoppelt – und es scheint zu funktionieren.



 
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[Pauline Brenke]

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