Stand-up-Texte

Diese Poetry-Slams erklären das Studium

published: 06.11.2017

Von der verflixten Regelstudienzeit bis zum tückischen WG-Leben: In sieben Poetry-Slams berichten Studis über ihre Ängste, Gedanken und Erfahrungen (Foto: Alexander Gold  / Shutterstock.com) Von der verflixten Regelstudienzeit bis zum tückischen WG-Leben: In sieben Poetry-Slams berichten Studis über ihre Ängste, Gedanken und Erfahrungen (Foto: Alexander Gold / Shutterstock.com)

Spätestens seit Julia Engelmann wissen wir: Goethe kann einpacken. Poetry-Slams haben unsere Herzen erobert, und Opas eingestaubter Gedichtband kann noch weiter nach hinten in den Schrank rutschen. Das Poetry-Slammer-Volk ist verdammt mutig, indem es sich vor teilweise hunderte Menschen stellt und mit dem Vorlesen eines zutiefst persönlichen Textes einen kleinen Seelenstriptease hinlegt. Chapeau!

Doch die Slammer und Slammerinnen sind nicht nur mutig, sie sind auch verdammt schlau, sprechen uns ihre Texte doch fast jedes Mal aus der Seele. Sie zeigen: Hey, du bist nicht allein mit deinen Gefühlen! Pointer hat deshalb sieben Poetry-Slam-Perlen rausgesucht, die das Studi-Leben erklären und deutlich machen, dass jeder die gleichen Ängste, Sorgen und Erfahrungen teilt. Danke, ihr Goehtes des 21. Jahrhunderts!
 

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1. Wie es ist, Studi zu sein

Schwuppdiwupp: Auf einmal ist man Studi. Doch was macht man eigentlich, wenn man etwas studiert, wo einen alle nur fragen, ob man damit noch etwas anderes werden kann als Busfahrer? Und was, wenn man dann noch merkt, dass man das, was man da studiert, überhaupt nicht mag? Leonie Warnke ging es mit ihrem Kultrwissenschaften- und Anglistik-Studium ähnlich. Wie sie damit umging ist und warum sie vor allem Lehramtsstudis ganz schrecklich findet — das verrät sie in ihrem fantastischen Poetry-Slam.

Leonie Warnke 12: Student sein Aufzeichnung einer Lesung der Reihe »DUMA« im »Zesurfrei«, Hannover, vom 14.05.2014. Leonie Warnke 12: Student sein

Leonie Warnke 12: Student sein


2. Studentenpartys

Die größte Lüge über das gesamte Studi-Leben: Studentenpartys sind super-cool. Jedenfalls, wenn es nach Felix Lobrecht geht, der schon so manch verzweifelten Abend auf WG-Partys mit Humanbiologen, Enzymwitzen, Hackfleisch und Korn verbracht hat. Klingt lustig? Ist es auch!

Felix Lobrecht - Studentenpartys


3. Prokrastination

Jeder kennt dieses Gefühl — dieses Gefühl, das einen mit aller Macht vom Schreibtisch zum Kühlschrank zieht, das dafür sorgt, dass man automatisch die Facebook-App öffnet statt die Lernzettel. Ja, jeder Studi kennt sie: die Prokrastination. Philipp Schwarzer kennt sie sogar so gut, dass er einen eigenen Poetry-Slam über sie geschrieben hat — und zwar über eine ganz bestimmte Form: die Klappentext-Prokrastination.

Philipp Schwarzer | Klappentext-Prokrastination (Poetry Slam Bamberg 2016)


4. Das WG-Leben

Das mit dem WG-Leben ist so eine Sache: Es kann der Himmel auf Erden sein oder die tägliche Hölle. Jeder Studi macht seine eigenen Erfahrungen — und Bente Varlemann ganz besondere: Sie ist nach Hamburg in eine 9er-WG gezogen und berichtet nun in ihrem Poetry-Slam von ihren Erfahrungen. Ob es wohl eher Himmel oder Hölle ist?

Bente Varlemann - WG Leben



 
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5. Regelstudienzeit

Poetry-Slammerin Sira Busch hat es geschafft: Das Mathestudium ist in der Tasche. Der Weg dahin war alles andere als leicht, ganz zu schweigen von ihren angefressenen Frust-Kilos, von denen Sira erzählt. Was sie vor allem gestresst hat: Immer diese fiese Regelstudienzeit im Hinterkopf! Eine Klausur verpatzen heißt wiederholen, wiederholen heißt ein Semester länger und das wiederum ein Überschreiten der Regelstudienzeit und ciao, BAföG. Zeit, dass mal jemand auf den Tisch haut und diesen Irrsinn kritisiert. Danke Sira, dass du diese Aufgabe übernommen hast und uns dabei sogar noch zum Lachen bringst!

Sira Busch - Regelstudienzeit


6. Das Bachelor-Master-System

Die Semester schreiten fort und mit ihnen der Frust: Was soll dieses ganze Bulimie-Lernen überhaupt? Ja, das ist der Punkt, an dem jeder anfängt, die Uni zu hinterfragen und zu bezweifeln, dass das alles überhaupt der richtige Weg war. Aber keine Angst: Jeder hat dieses Down und diese Bedenken. So auch Nico Semsrott, der auf seine wunderbar ironisch-intelligente Art in seinem Poetry-Slam über das Bachelor-Master-System, die Vergleichbarkeit und Messbarkeit eines jeden Menschen sinniert. Danke, Nico!

Poetry Slam Ulm: Nico Semsrott


7. Der Bachelor

Abschluss in der Tasche. Was kommt dann eigentlich? Paul Pizzera steht genau vor dieser Situation: Er hat gerade den Bachelor in Germanistik abgeschlossen und macht sich auf die Suche nach einem Job in einer Werbeagentur. Wie seine Suche endet und was ein fliegendes MacBook damit zu tun hat, verrät er in seinem amüsanten Poetry-Slam!

Sandra Da Vina - Die Abschlussarbeit

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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