Umfrage

Unis sind nicht digital genug

published: 04.12.2017

Streaming, Instant-Messanger, Uni-Apps: Die Studis sehen deutlich Verbesserungspotenzial, was den digitalen Stand der Hochschulen angeht (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com) Streaming, Instant-Messanger, Uni-Apps: Die Studis sehen deutlich Verbesserungspotenzial, was den digitalen Stand der Hochschulen angeht (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock.com)

Liebe Unis Deutschlands, wir müssen ein ernstes Wörtchen reden. Was ist eigentlich los mit euch? In Zeiten von Snapchat, Instagram und Influencern und in Zeiten, in denen selbst Oma ein Smartphone hat, scheint nur einer mit der Digitalisierung nicht mitzukommen: ihr. Die Ergebnisse einer Studie vom Personaldienstleister univativ, die in der Wirtschaftswoche veröffentlicht wurden, machen deutlich: Die deutschen Studis sind unzufrieden mit den digitalen Standards ihrer Unis. Über 90 Prozent sehen deutliches Verbesserungspotenzial in Sachen Technik.


61 Prozent wollen Vorlesungen streamen

Während jeder Studi im Hörsaal vor seinem Smartphone hängt, gibt es bei den Unis definitiv Nachholbedarf in Sachen digitaler Ausstattung. So wünschen sich 61 Prozent der Befragten das Streamen von Vorlesungen, 45 Prozent würden eine Teilnahme an Vorlesungen via Videotelefonie begrüßen und 29 Prozent vermissen eine Uni-interne App. Für 28 Prozent wäre es zudem hilfreich, wenn sie über einen Instant-Messaging Dienst, z.B. Skype, mit Professoren und Kommilitonen kommunizieren könnten und somit flexibler in ihrer Studiengestaltung wären.

Lang lebe der Overheadprojektor

Ein Problem stellt in diesem Zusammenhang auch der unterschiedliche Technik-Wissensstand der Lehrenden dar: Während manche Profs bereit fortschrittliche Methoden wie Streaming oder Videoaufzeichnung nutzen, sind andere noch Fans von Uralt-Methoden á la Overheadprojektor. Kein Wunder also, dass die Studis unzufrieden sind und Verbesserungen fordern. Denn eins ist klar: Das private, digitale Nutzungsverhalten der jungen Studis ist dem Standard meilenweit voraus, den sie in den Unis geboten bekommen. Also, kommt schon, liebe Unis: Da geht deutlich noch was. So schwer ist das alles auch gar nicht, versprochen.




Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Zum Wirtschaftswoche-Artikel “Studenten wünschen sich Vorlesung via Stream“
univativ im Web

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