Zahlen des Statistischen Bundesamts

Weniger Informatikerinnen

published: 05.12.2017

Die Zahl der Studienanfängerinnen im Studienbereich Informatik ist um 8,8 Prozent gesunken (Foto: Ermolaev Alexander/Shutterstock.com) Die Zahl der Studienanfängerinnen im Studienbereich Informatik ist um 8,8 Prozent gesunken (Foto: Ermolaev Alexander/Shutterstock.com)

Das Statistische Bundesamt hat die aktuellen Studienanfängerzahlen veröffentlicht: Insgesamt sind zum Wintersemester 2017/18 an deutschen Hochschulen 2.847.800 Studierende eingeschrieben. Einer leicht gestiegenen Anzahl von 1,5 Prozent an eingeschriebenen Studierenden an deutschen Hochschulen steht ein leichter Rückgang bei den Studienanfängern von 0,1 Prozent gegenüber. Deutlicher fällt dagegen der Rückgang im Studienbereich Informatik aus: 37.400 Personen nahmen demnach in diesem Jahr ein Studium in der Informatik auf. Das sind 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Angesichts dieser Entwicklung fordert die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), mehr Anstrengungen zur Förderung der informatischen Bildung, von der Schule, über die berufliche Bildung bis zum Hochschulstudium.


Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Präsident der GI, sieht dies als alarmierend an. "Vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Digitalisierung und des jetzt schon sichtbaren IT- und Informatik-Fachkräftemangels ist diese Entwicklung besorgniserregend. Aus unserer Sicht muss Informatikunterricht ab der Grundschule im Lehrplan verankert sein, um Kinder bereits früh an die technischen Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt heranzuführen. Nur wenn Kinder frühzeitig mit den Funktionsweisen der Informationstechnik – in spielerischer und didaktisch fundierter Form – in Berührung kommen, kann in den Jugendlichen der Wunsch reifen, ein entsprechendes Studium zu beginnen. Darauf müssen wir alle gemeinsam hinarbeiten: Gesellschaft und Politik, Wissenschaft und Wirtschaft."


Besonders eklatant: Die Zahl der Studienanfängerinnen im Studienbereich Informatik ist sogar um 8,8 Prozent zurückgegangen. Peter Liggesmeyer: "Nur ein attraktiver Informatikunterricht durch gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer kann helfen, jungen Mädchen den Zugang zur Informatik schmackhaft zu machen und das Fach von altbekannten Vorurteilen zu befreien. Von einer künftigen Bundesregierung fordern wir deshalb die Anstrengungen in der Informatik-Bildung drastisch zu verstärken." Zudem forderte Liggesmeyer, die Hochschulen müssten besser ausgestattet werden, um ein attraktives Studium zu ermöglichen.





[PA]

Links

Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) im Web

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung