Berlin

Kreuzberg wehrt sich gegen den Google Campus

published: 28.12.2017

Google sieht sich in Berlin-Kreuzberg mit Protesten konfrontiert, die der Konzern in dieser Intensität bislang nicht kannte (Foto: Mon′s Images / Shutterstock.com) Google sieht sich in Berlin-Kreuzberg mit Protesten konfrontiert, die der Konzern in dieser Intensität bislang nicht kannte (Foto: Mon′s Images / Shutterstock.com)

"Fuck off Google" steht auf dem Schild, das ein Kind hochhält. Anwohner, Gentrifizierungsgegner, Linke und Netzaktivisten demonstrieren am 18. Dezember in Kreuzberg an der Ohlauer Straße gegen den Millardenkonzern. Dieser hat vor, 2018 im Umspannwerk einen Start-up-Campus für örtliche Firmengründer schaffen. 3000 Quadratmeter hat das Unternehmen zu diesem Zweck gemietet.
 

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"Fuck Google!" proklamierte bereits im August ein Schriftzug an der Hauswand des Berliner IT-Sitzes, als das Gebäude mit Farbe beschmiert worden war. Und "fuckoffgoogle.de" haben die Gegner des Gründer-Campus ihre Website genannt. Auf Deutsch und Englisch erklärt dort ein "dezentrales Netzwerk", dass es sich gegen den Großkonzern wehre, da dieser sich Gesetzen und Steuern entziehe sowie dystopische Zukunftvisionen verfolge. "Google is evil", heißt es dort.
 

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Laut dem Tech-Giganten handelt es sich beim Google Campus Berlin um ein Weiterbildungszentrum, in dem der Konzern Start-ups bei ihrer Entwicklung unter die Arme greifen und miteinander vernetzen will. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller begrüßt die Pläne Googles. Das Umspannwerk ist einer von sieben Standorten dieser Art: In London, Sao Paulo, Tel Aviv, Warschau, Seoul und Madrid gibt es diese Zentren bereits. Zu Proteste kam es in diesen Städten nicht.
 

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Mit einem "Tag der offenen Tür" hatte der Konzern im Sommer in Berlin versucht, die Wogen zu glätten. Man wolle ein guter Nachbar in Kreuzberg sein, richtete Google in Richtung Gentrifizierungsgegner aus. Ob diese Botschaft ankommt?

Die Bürgerinitiative befürchtet weiterhin steigende Mieten für Wohnungen und kleine Geschäfte, sodass Einheimische aus ihrem Kiez vertrieben würden. Google betrachten viele Aktivisten als Datenkrake, die zu viele Informationen über die Menschen sammle und so die individuellen Freiheiten der Bürger und die Demokratie insgesamt bedrohe. Sie wollen die Kreuzberger Nachbarschaft nicht zu einem Großlabor für den Einsatz von Googles neuen Invasivtechnologien werden lassen.
 

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Kreuzberg hat jahrzehntelange Erfahrung mit Protestaktionen - gegen die Polizei, gegen Luxusrestaurants, gegen Miethaie. Und auch gegen ein Großunternehmen hat sich der Kiez bereits erfolgreich zur Wehr gesetzt, wie "welt.de" berichtet: Der Autohersteller BMW plante vor fünf Jahren, ein Denklabor im Revoluzzerreich zu eröffnen. Nach massivem Widerstand knickte der Konzern ein - und zog ein Stadtviertel weiter.

[PA]

Links

Zur Website der Gegner des Google Campus Berlin

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