TH Köln

Vorlesungen nur noch per Video

published: 09.01.2018

Bye-bye, Hörsaal: An der TH Köln hat ein Dozent die klassische Vorlesung abgeschafft und unterrichtet künftig per Video (Foto: Paul.J.West/Shutterstock.com) Bye-bye, Hörsaal: An der TH Köln hat ein Dozent die klassische Vorlesung abgeschafft und unterrichtet künftig per Video (Foto: Paul.J.West/Shutterstock.com)

Große Veränderungen passieren oft im Kleinen. So geschehen an der Technischen Hochschule Köln (TH Köln): Dort hat Professor Martin Bonnet für seinen Kurs der Werkstoffkunde das jahrzehntelange Konzept der Präszenvorlesung abgeschafft. Er nimmt seien Vorlesungen künftige in Form von Videos auf, die sich die Studis wann, wo und wie oft sie wollen anschauen können. Eine kleine Revolution.
 

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Vorlesungen in 15-Minuten-Happen

"Flipped Classroom“ heißt dieses Konzept, wie Bonnet in einem Interview mit Deutschlandradio erklärt: Statt hunderte Studis per Frontalunterricht 90 Minuten durchgehend mit Stoff zu füttern, können sich die Studis die Inhalte jetzt in Form von 15 Minuten langen Videos selbstbestimmt aneignen — inklusive Optionen wie zurückspulen und Pausentaste. Der Stoff wird dann später in kleinen Präsenzveranstaltungen abgefragt und diskutiert. Die Studis können den Prof dort dann alles fragen, was sie in den Video nicht verstanden haben. Bonnets Konzept enthält also auch Präsenzveranstaltungen — allerdings in persönlicherer und damit effizienterer Form.

Welt der Werkstoffe Kanalvorstellung


Bei dem Entwurf seines alternativen Video-Lernkonzeptes hat sich Bonnet von Medienpädagogen und -psychologen beraten lassen, um ideal auf die Wünsche und Lernerfordernisse der Studis einzugehen. Auch für ihn sei das Konzept noch gewöhnungsbedürftig, so Bonnet. Schließlich spreche er jetzt nur noch zu einer Kamera anetell von 500 Studierenden. Doch sein Mut umzudenken macht sich bezahlt: Auf seine Vorlesungen, die er bei YouTube hochlädt, bekommt er weltweit Resonanz, Lob und konstruktive Kritik.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Die Technische Hochschule Köln im Web
Das Interview mit Martin Bonnet auf Deutschlandradio.de

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