Betreuungsschlüssel an Universitäten

67 Studis pro Prof

published: 23.01.2018

Anonyme Universitäten: Auf einen Hochschullehrer kommen im Durchschnitt 67 Studis  (Foto: Feel good studio/Shutterstock.com) Anonyme Universitäten: Auf einen Hochschullehrer kommen im Durchschnitt 67 Studis (Foto: Feel good studio/Shutterstock.com)

Wie viele deiner Profs kennen dich mit Namen? Die Mehrheit der Studis wird sicherlich antworten: null. Universitäten, gerade in den großen Städten, sind total anonym und der Spruch "Hier ist man nur eine Matrikelnummer“ leider Realität. Dies liegt oft daran, dass es einfach zu wenige Hochschullehrer gibt, Seminare überfüllt sind und damit kaum Möglichkeiten bestehen, sich wortwörtlich "einen Namen" zu machen. Leider scheint sich dahingehend an den Universitäten nichts zu verbessern, wie neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Auftrag der Zeitschrift "Forschung & Lehre" zeigen.
 

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Mehr Lehrende — aber auch mehr Studis

154 mehr Hochschullehrer gab es 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 — das klingt ja erstmal super. Leider relativiert sich diese Zahl angesichts der Erhöhung der Studi-Zahl in dieser Zeitspanne um 19.092 Immatrikulierte. An dem Betreuungsschlüssel hat sich damit nichts verändert: Auf 67 Studierende kommt nach wie vor ein Professor oder eine Professorin. Im Vergleich dazu waren es 2014 noch 66 Studis.

Die Untersuchung legt zudem die Unterschiede zwischen den Bundesländern offen: Demnach hat Thüringen mit 45 Studis pro Prof das beste Betreuungsverhältnis — gefolgt von Bremen mit 48 und dem Saarland mit 51 Studis. Wer beim Studium Wert auf persönlichen Kontakt mit den Lehrenden legt, sollte Hessen und Nordrhein-Westfalen meiden, denn diese bilden mit einem Betreuungsschlüssel 71 bzw. 91 die Schlusslichter des Rankings.

Alle Zahlen der Untersuchung kannst du hier im Detail nachlesen.


Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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