Klimawandel

Pfanzen blühen früher

published: 19.02.2018

Auch die Kirschblüte hat sich aufgrund des Klimawandels zeitlich nach vorne verlagert (Foto: Anne Günther/FSU) Auch die Kirschblüte hat sich aufgrund des Klimawandels zeitlich nach vorne verlagert (Foto: Anne Günther/FSU)

Der Klimawandel hat erheblichen Einfluss darauf, wann Bäume, Gräser, Kräuter und Sträucher blühen. Dies führt dazu, dass die meisten Pflanzen jetzt deutlich früher blühen. Das fanden Wissenschaftlerinnen der Friedrich-Schiller-Universität Jena heraus. Patrizia König aus aus der Arbeitsgruppe Biodiversität der Pflanzen hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie sich die Pflanzen auf veränderte Umweltbedingungen einstellen.
 

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Für ihre Untersuchung hat die Biologin Daten aus verschiedenen Publikationen zum Blühbeginn für über 550 Pflanzenarten von 18 Standorten in Europa und Nordamerika zusammengetragen und ausgewertet. "Auch wenn sie im gleichen Habitat wachsen, reagieren unterschiedliche Pflanzenarten auf geänderte Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse recht verschieden", so König. Während vier von fünf Pflanzenarten auf veränderte Klimaverhältnisse mit einem früheren Blühbeginn reagieren, öffnet ein Fünftel von ihnen erst zu einem späteren Zeitpunkt die Blüten.
 

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Die stärkste Verschiebung des Blühbeginns war, neben Bäumen, an Sträuchern zu verzeichnen. Spitzenreiter dabei ist ein Zwergstrauch - die Vierkantige Schuppenheide - die in Grönland wächst. Sie hat das Öffnen ihrer Blüten in den zurückliegenden zehn Jahren um ganze drei Wochen vorverlegt.
 

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Dass gerade diese nur wenige Zentimeter in die Höhe wachsende Art zu den führenden "Frühaufstehern" gehört, spiegelt die Ergebnisse der Studie gut wider. Patrizia König und ihre Kolleginnen konnten zeigen, dass Unterschiede in den funktionellen Merkmalen der Pflanzen, wie Wuchshöhe und Blattgröße dazu beitragen, Unterschiede in der Veränderung des Blühbeginns zu erklären. Im Fall der Sträucher, aber auch bei Kräutern und Gräsern, gelte: je kleiner die Pflanze, umso deutlicher die Verschiebung des Blühbeginns. Vermutlich, so die Erklärung der Forscherinnen, um der großwüchsigen Konkurrenz zuvorzukommen, die später das Sonnenlicht abschirmt. Ein weiterer Faktor, der sich auf den Beginn der Blütezeit auswirkt, ist die Wachstumsrate der Pflanzen. Schnellwachsende Kräuter und Gräser öffnen die Blüten signifikant früher als langsam wachsende Arten.

[PA]

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