Kryptowährungen

Was unterscheidet Bitcoins von Ethereum?

published: 08.03.2018

Der Bitcoin ist die weltweit erfolgreichste Kryptowährung (Foto: Wit Olszewski / Shutterstock.com) Der Bitcoin ist die weltweit erfolgreichste Kryptowährung (Foto: Wit Olszewski / Shutterstock.com)

Zu Beginn des Jahres kam man in den Medien wohl kaum am Thema Bitcoins vorbei. Die Kryptowährung versetzte mit unfassbaren Kursanstiegen die ganze Finanzwelt in Aufruhe. Mittlerweile ist der Hype zwar wieder ein wenig abgeflaut - doch die digitale Währung hat immer noch großes Zukunftspotential. Auch die zweitgrößte Kryptowährung, Ethereum, rückt immer mehr ins Rampenlicht. Doch was unterscheidet Bitcoins eigentlich von Ethereum? Pointer liefert Antworten auf diese Frage.

Grundlagen

Bei Bitcoin und Ethereum handelt es sich um sogenannte Kryptowährungen, also um digitale Zahlungsmittel. Der Bitcoin war Pionier in dem Bereich und existiert bereits seit 2009. Der Erfinder ist offiziell nicht bekannt. Ethereum hingegen wurde erst vier Jahre später vom kanadischen Bitcoin-Programmierer Vitalik Buterin entwickelt und ging 2015 live. Beide Systeme haben eine Blockchain als Grundlage. Was das genau bedeutet, wird dir hier genauer erklärt.

Die virtuelle Währung

Was Ethereum vom Bitcoin grundsätzlich unterscheidet, ist die Funktion, die es erfüllen soll. Denn während Bitcoins nur als dezentralisierte, digitale Währung fungieren sollen, geht Ethereum darüber hinaus. Den Währungsaspekt enthält Ethereum natürlich auch. "Ether" nennt sich das virtuelle Geld dort.
 

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Momentan erfüllen beide den Zweck einer klassischen Währung aber nur bedingt. Zwar kann man gerade in vielen asiatischen Staaten mit Bitcoins oder auch mit Ether bezahlen. Aber in erster Linie dienen Bitcoins und Ether noch als Spekulationsobjekte. Kaufen muss man die Kryptowährungen nämlich selbstverständlich mit normalem Geld. Und die Kurspreise schwanken dabei enorm. Innerhalb weniger Minuten kann ein Bitcoin plötzlich 2000 Euro weniger wert sein, im nächsten Moment wieder 3000 Euro mehr. Das liegt daran, dass hinter Kryptowährungen keine echten Werte stecken. Während man beim Aktienkauf beispielsweise Anteile an Unternehmen erwirbt, fehlen bei Kryptowährungen jegliche Werte im Hintergrund. Deswegen sind sie besonders anfällig für starke Kursschwankungen und demzufolge eine sehr riskante Anlage.

Ethereum - mehr als eine Währung

Ethereum ist aber - wie erwähnt - nicht nur eine digitale Währung. Das Ethereum-Netzwerk kann darüber hinaus als globaler Computer fungieren. Die Schlüsselwörter sind in diesem Kontext sogenannte "dApps" und "Smart Contracts". Smart Contracts beschreiben kleine Programme, die auf dem Ethereum-Netzwerk laufen. Sie sind dazu befähigt, verschiedene Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel könnten zwei Personen einen Vertrag abschließen. Das funktioniert dann fast wie im normalen Geschäftsalltag. Person A muss beispielsweise eine bestimmte Dienstleistung ausführen und wird dafür von Person B entlohnt. Bei der Verwendung eines Smart Contracts gibt das System bei Erfüllung des vertraglich abgemachten Auftrags automatisch das Geld, also das Ether, frei. Smart Contracts fungieren also quasi als Trigger. Sobald die vorher festgeschriebenen Bedingungen erfüllt wurden, wird eine Operation ausgeführt.
 

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Doch wo liegt der Vorteil dabei? Der wohl wichtigste Aspekt ist der unmittelbare Austausch von Leistungen. Sobald Person A ihre Aufgabe erfüllt hat, wird sie ausgezahlt. Es gibt keinen dritten Teilnehmer in diesem Prozess, wie es momentan im normalen Geschäftsleben der Fall ist. Beispielsweise bezahlt man seine Stromrechnung meistens ja nicht bar an den Energiedienstleister, sondern man überweist ihm das Geld auf ein Konto. Hierbei wird eine dritte Institution mit einbezogen: die Banken. Diese verschieben das Geld von einem Konto zum anderen. Bei Ethereum fällt dieser Schritt weg. Klassische Verträge sind aber nicht das einzige, wofür Smart Contracts gebraucht werden. Mit ihnen kann man auch dezentrale Apps, sogenannte dApps entwickeln. Theoretisch kann jeder Nutzer eine solche Applikation erstellen. Der Vorteil ist auch in diesem Fall die Dezentralität. Die Apps können frei angeboten werden und der Entwickler behält alle Daten bei sich. Er ist nicht von Firmen wie Apple oder Google abhängig, welche die herkömmlichen App Stores führen und demzufolge auch eine große Macht und Einfluss auf die Entwickler nehmen können.

Zukunftsperspektiven

Bitcoins und Ethereum könnten in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Ethereum bietet das größerer Potential, da es mit dApps und Smart Contracts über die Funktion einer Kryptowährung hinausgeht. Die Anwendungsvielfalt dieses Konzeptes ist gewaltig und derzeit noch nicht wirklich überschaubar. Ob sich das System aber wirklich richtig durchsetzt, bleibt abzuwarten. Währenddessen besitzt der Bitcoin als erste Kryptowährung einen hohen Status. Nicht umsonst ist er mit Abstand die Nummer eins auf dem Markt. Wenn sich virtuelle Währungen also irgendwann wirklich flächendeckend durchsetzen, wird der Bitcoin dabei wohl eine Vorreiterrolle spielen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.
 

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Der Autor: Jonas Bickel

Der Autor: Jonas Bickel

Leben, wo andere Urlaub machen: Jonas ist auf der Nordseeinsel Föhr aufgewachsen. Jeden Tag am Meer zu sein, ist zwar schön. Früh war aber klar: Journalismus auf der Insel - da kommt man nicht weit. Also nach dem Abitur ab in die Medienstadt Hamburg, wo Jonas seit 2015 Politikwissenschaft studiert. Für Pointer schreibt er oft über seine großen Hobbys: Sport - insbesondere Fußball - und Gaming.

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