AStA - Allgemeiner Studierendenausschuss

Die Exekutive der Studis

published: 01.11.2004

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist das zentrale Organ der Studierendenvertretung (Foto: Public Address) Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist das zentrale Organ der Studierendenvertretung (Foto: Public Address)

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist das zentrale Organ der Studierendenvertretung. Der AStA entspricht der Regierung der Studierenden, er ist ihr ausführendes Organ. Der AStA wird nicht direkt von den Studierenden, sondern ein Mal im Jahr vom Studierendenparlament (StuPa/SP) gewählt. Die Studierenden finanzieren den AStA durch einen Teil ihrer Semestergebühren.

Der AStA setzt die Beschlüsse des StuPa/SP um, stellt den Haushalt auf und verwaltet ihn, vertritt die Studierendenschaft gegenüber der Hochschule, den politischen Institutionen und anderen Organisationen und Verbänden. In verschiedenen Referaten arbeitet der AStA zu zahlreichen Themen.

Als Organ der verfassten Studierendenschaft ist der AStA die hochschulpolitische Interessenvertretung der Studierenden, dessen Aufgaben in den Hochschulgesetzen der Bundesländer geregelt sind. Der AStA ist es beispielsweise, der mit den Verkehrsgesellschaften über das Semesterticket verhandelt.

Die Aufgaben des AStA liegen in erster Linie in der Vertretung der Interessen der Studierenden in allen Bereichen des studentischen Lebens. Zu diesem Zweck bilden sich im AStA Referate zu einzelnen Themen - etwa zu Finanzangelegenheiten, Kulturprogrammen, Sozialfragen. Aber auch überregionale Probleme, die über eine reine Interessenvertretung studentischer Belange hinausgehen, beschäftigen den AStA, wie beispielsweise die Gesetzgebung des Landes und des Bundes.

Es herrschen unterschiedliche Meinungen darüber, inwieweit der AStA sich mit diesen allgemeinen politischen Problemfeldern beschäftigen soll. Hierzu haben die einzelnen Asten, die Länderregierungen und die Studierenden selbst ganz verschiedene Vorstellungen. Einige wünschen sich, dass der AStA sich auf das enge Feld der Hochschulen beschränkt. Andere verstehen den AStA als wichtiges gesellschaftliches Sprachrohr, das nicht nur zu Studiengebühren sondern auch zu Rentenkürzungen, Geschlechter- und Ausländerpolitik Stellung zu nehmen habe.

Zudem arbeitet der AStA auf Landes- und Bundesebene mit Studierendenschaften anderer Hochschulen zusammen, beispielsweise über das Landes-ASten-Treffen (LAT) oder im freien Zusammenschluss von Studentlnnenschaften (fzs). Der AStA organisiert außerdem Informationsveranstaltungen, Partys und - falls für nötig befunden - Demonstrationen und Proteste.

AStA ist nicht gleich AStA
Regional bezeichnet der Begriff AStA nicht immer dasselbe. In Baden-Württemberg etwa nennt man die studentischen VertreterInnen im Senat so. Hierbei handelt es sich nicht um ein Gremium einer verfassten Studierendenschaft, weil eine solche in Baden-Württemberg nicht existiert. An vielen baden-württembergischen Universitäten gibt es daher einen so genannten UStA (Unabhängiger Studierendenausschuss)oder einen U-AStA (Unabhängiger AStA) im Rahmen einer unabhängigen Studierendenschaft.

Auch in Bayern gibt es keine verfasste Studierendenschaft. Dort werden solche unabhängigen Asten AStA genannt. Eine Ausnahme ist die Technische Universität München. Aufgrund einer Experimentierklausel im Hochschulgesetz existiert hier ein offizieller AStA – auch er ist jedoch kein Gremium einer verfassten Studierendenschaft.

An vielen ostdeutschen Hochschulen gibt es keine ASten. Durch den Studierendenrat (StuRa) der jeweiligen Hochschule haben sie aber ein eigenes Modell.

[PA]

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