Studis entwickeln App "Couple Bells"

Handytöne gegen Beziehungs­streit

published: 07.05.2018

Die neue App "Couple Bell" sendet einen Alarmton, wenn Paare streiten. Damit wollen die Entwickler für mehr Harmonie sorgen (Foto: oneinchpunch /Shutterstock.com) Die neue App "Couple Bell" sendet einen Alarmton, wenn Paare streiten. Damit wollen die Entwickler für mehr Harmonie sorgen (Foto: oneinchpunch /Shutterstock.com)

Was Apps nicht mittlerweile alles können: Sushi bestellen, unseren Schlaf tracken und den passenden Partner für uns finden. Und geht es nach vier Studierenden der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) Essen, warnt uns eine App bald auch vor Beziehungsstreit: "Couple Bell“ heißt die von den Studis erdachte App, die bereits preisgekrönt ist. Doch wie soll die App funktionieren?

 

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Mehr Harmonie dank Stimmerkennung

Wenn das Handy zum Paartherapeuten wird: "Couple Bell" soll Beziehungen zwischen Paaren harmonischer und glücklicher machen, indem die App akustisch warnt, wenn sie Missstimmung oder sogar einen Streit erkennt. Wie das funktioniert? Über Stimmerkennung. Stimm-Daten beider Partner werden am Anfang gespeichert. Dann ist es der App dank neuer Technologie möglich, Stimmlagen zu erkennen, die auf einen Streit hindeuten, z.B. durch zunehmende Lautstärke.

Nimmt die App eine solche Stimmung war, sendet sie den Alarmton "Single Bells". Die Paare sollen dadurch daran erinnert werden, innezuhalten und statt zu streiten den Konflikt, den sie haben, ruhig zu lösen. So stellen sich die Studis dies jedenfalls in Zukunft vor – denn die App muss erst noch entwickelt werden. Bisher fehlt leider ein Partner zur technischen Umsetzung.
 

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Mal wieder romantisch essen gehen

Die App soll noch mehr können, als nur Streit zu erkennen: Für mehr Harmonie in der Beziehung soll sie auch gemeinsame Aktivitäten für Paare vorschlagen, z.B. einen gemeinsamen Kinobesuch oder einen romantischen Abend im Lieblingsrestaurant. Denkbar wären in diesem Zusammenhang laut der Studierenden Kooperationen mit Unternehmen wie Kinoketten oder Rabattaktionen bei Restaurants, Lieferdiensten etc.. Die App müsste ja schließlich finanziert werden.

Gewinner des "German Asian Startup Lab"

Dass in der App viel Potenzial steckt, zeigte sich im Januar dieses Jahres: Die App der vier Studis gewann im Rahmen des ersten "German Asian Startup Lab“ der Bertelsmann Stiftung den ersten Platz. Das "German Asian Startup Lab" wurde gegründet, um Deutschland für asiatische Studis attraktiver zu machen, denn: Fast jeder fünfte ausländische Studi in Nordrhein-Westfahlen kommt aus Asien. Das Problem ist, dass nur die wenigsten nach dem Abschluss auch hier bleiben. Dem Wirtschaftsstandort Deutschland geht damit ein großes Potenzial von Fachkräften und möglichen Unternehmern sowie Innovationen verloren.


 
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Internationalen Austausch fördern

Das "German Asian Startup Lab“ sollte dies ändern, indem der internationale Austausch und die Förderung von Innovationen forciert wird, und jungen asiatischen Talenten die Möglichkeit gegeben wird, Neues auszuprobieren. Insgesamt nahmen 30 Studis aus Indien, China, Hongkong, Taiwan und Südkorea teil. Die vier Entwickler von "Couple Bell“ konnten sich letztlich durchsetzen – und das, obwohl sie erst seit November letzten Jahres in Deutschland sind. Momentam absolvieren sie ihr zweites Semester.

Die Autorin: Jana Schütt

Die Autorin: Jana Schütt

1993 geboren. Aufgewachsen in einem Dorf in Niedersachen zwischen Kühen und katastrophalen Busverbindungen – gelandet in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Dann ging es für Jana erstmal ab in die Werbung, als Texterin arbeiten. Inzwischen ist sie an der Uni Hamburg, um etwas über Soziologie und Medien- und Kommunikationswissenschaften zu lernen. Die Pointer-Autorin mag kein Gemüse, Kartoffelchips findet sie aber voll okay. Größter Traum: Niklas Luhmann auf einen Pfefferminztee treffen.

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Links

Die Bertelsmann Stiftung im Web
Infos zum "German Asian Startup Lab“ im Web
Die Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) Essen im Web

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