Datenschutzverordnung

Das bringt dir die DSGVO

published: 13.05.2018

Das bringt dir die DSGVO (Foto: shutterstock.com/RikoBest) Das bringt dir die DSGVO (Foto: shutterstock.com/RikoBest)

Auch wenn viele Unternehmer und Webseitenbesitzer stöhnen: Die Datenschutz-Grundverordnung bringt uns allen ab dem 25. Mai 2018 viel mehr Datenschutz! Die DSGVO zielt mit neuen Nutzerrechten darauf ab, dass jede Person stets die volle Kontrolle über ihre eigenen, persönlichen Daten besitzt. Hier werden die wichtigsten dieser Rechte näher vorgestellt.

Transparente Information /Auskunftsrecht (DSGVO Kap. 3, Art. 12/15)

Ab Wirkungsbeginn der DSGVO muss die Nutzung von persönlichen Daten in all ihren Facetten klar ersichtlich sein. Unternehmen und Webseitenbetreiber müssen dann in einfacher, verständlicher Sprache deutlich machen, in welchem Umfang, für welchen Zweck und für welche Dauer persönliche Daten gespeichert werden. Die Betroffenen haben diesbezüglich das sogenannte Auskunftsrecht. Sie dürfen von Unternehmen und Webseitenbetreibern eine umgehende und ausführliche Auflistung der genutzten Daten und Zwecke verlangen.
Zusätzlich zum Auskunftsrecht persönlicher Daten kann bald auch die Auskunft über die Datenschutzmaßnahmen des jeweiligen Anbieters angefordert werden. So kann man sich davon überzeugen, dass alle Datenschutzpflichten eingehalten werden und der Datenschutz auf dem neuesten Stand ist. Beispielsweise müssen ab Ende Mai alle Newsletter von Webseiten bei der Übertragung von Daten ausreichend verschlüsselt sein.
 

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Informationspflichten bei der Erhebung von personenbezogenen Daten (DSGVO Kap. 13/14)

Sobald ein Verantwortlicher personenbezogene Daten erhebt, muss der betroffene Nutzer darüber in Kenntnis gesetzt werden. Diese Erhebungsinformation ist nur gültig, wenn sie mindestens Namen und Kontaktdaten des Verantwortlichen beinhaltet sowie die Zwecke der Datenverarbeitung in jeglichem Umfang, darunter auch die Dauer und Rechtsgrundlage der Datenspeicherung und samt eventueller Weiterleitung an Dritte darlegen kann.

Das Recht auf Berichtigung bzw. Löschung eigener Daten (DSGVO Kap. 3, Art. 16/17)

Liegen einem Anbieter persönliche Daten vor, die nicht (mehr) der Wahrheit entsprechen, so darf man ab Ende Mai eine Berichtigung dieser Daten verlangen.
Zusätzlich ist es möglich, eine Löschung aller persönlichen Daten zu fordern, sofern eine unrechtmäßige oder nachträglich geänderte Datenverarbeitung vorliegt oder die Daten für den Verarbeitungszweck schlichtweg nicht mehr notwendig sind. Auch wenn keine gültige Einwilligung vorhanden ist – sei es wegen einer nicht autorisierten Datenerhebung seitens des Anbieters oder wegen eines Widerrufs einer zuvor ausgestellten Einwilligung seitens des Nutzers – darf letzterer eine Löschung verlangen.

Das Recht auf Datenübertragbarkeit (DSGVO Kap. 3, Art. 20)

Die DSGVO bringt außerdem das Recht mit sich, alle personenbezogenen Daten strukturiert und maschinenlesbar formatiert von „Anbieter 1“ zu erhalten und diese an „Anbieter 2“ weiterzuleiten, ohne dass „Anbieter 1“ diese Übermittlung behindern darf. Sofern technisch möglich, kann sogar eine direkte Weiterleitung von „Anbieter 1“ zu „Anbieter 2“ angefordert werden. Das gestaltet den Anbieterwechsel eines einzelnen Nutzers viel leichter und spart einiges an Zeit.
 

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Ob allerdings alle Bestimmungen des europaweit geltenden Datenschutzes auch wirklich so umgesetzt werden, ist nicht ganz sicher. Denn Kanzlerin Merkel denkt neuerdings darüber nach, die Regeln für eine Umsetzung der DSGVO zu lockern.



[Patrick Kern]

Links

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

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