Vor Kommilitonen ein Referat zu halten, macht manchen Studierenden Angst. Wir geben Tipps, wie man mit dieser Situation umgehen kann (Foto: shutterstock.com/Sielan)Blick in das Modell der Ausstellung mit den großen Ausgrabungsflächen im und vor dem Grabungszelt  (Foto: LWL/Kalus)"Verändere die Welt!"  (Foto: Deutsche Messe AG)Jedes Jahr stellen Jugendliche aus aller Welt in New York Treffen der Vereinten Nationen (UN) nach (Foto: shutterstock.com/kaarste)Die Sportfreunde Stiller engagieren sich mit dem Antinazibund für Toleranz und Freiheit (Foto: Public Address)Vom Löbdergraben aus blickt man auf das Hauptgebäudes der Friedrich-Schiller-Universität  (Foto:FSU)Prof. Dr. Henning Hummels von der Fachhochschule Emden, Johannes Fendel und Julian Weber, zwei der Preisträger, Wilfried Ziemer, Leiter Marketing & Vertrieb der TK, und Günter Rammoser von Public Address (v.l.) (Foto: Public Address)

Alptraum Arbeitsgruppe

Einer für alle, alle für einen?

published: 11.03.2008

Gruppenarbeit kann, muss aber nicht im Chaos enden (Foto: shutterstock.com/Rawpixel) Gruppenarbeit kann, muss aber nicht im Chaos enden (Foto: shutterstock.com/Rawpixel)

Kein Studium ohne Gruppenarbeit, kaum eine Stellenausschreibung ohne den Hinweis auf Teamfähigkeit. Auch wenn ihr kein ausgesprochener Fan von Arbeitsgruppen seid, kommt ihr in der Uni schwerlich um sie herum. Dort – so hofft man – sollt ihr wichtige soziale Kompetenzen erwerben, die euch für euer späteres Berufsleben wappnen. Die Techniker Krankenkasser hilft euch, die Nerven zu bewahren - und typische Fehler zu vermeiden.

"Ich mache die Arbeit für die anderen!"
Das typische Szenario: Ihr arbeitet, während eure Gruppenmitglieder Däumchen drehen. Ihr habt keine Ahnung, weshalb ihr immer wieder in diese Lage geratet? Vielleicht habt ihr keine Lust, euch mit den anderen zu streiten oder langwierige Diskussionen darüber zu führen, wer was machen soll. Oder traut ihr den anderen nicht zu, ein gutes Ergebnis abzuliefern, und macht die Arbeit deshalb lieber alleine?

Mit mehreren zusammenzuarbeiten ist nur dann fruchtbar, wenn alle eingebunden werden und das Gefühl haben, maßgeblich am Ergebnis beteiligt zu sein. Es geht nicht darum, eigene Vorstellungen eins zu eins zu verwirklichen, sondern gemeinsam ein Ziel zu erarbeiten, das die Summe eurer Kenntnisse darstellt. Erst dann sind alle Gruppenmitglieder motiviert, sich einzubringen.

Versucht also, die Organisation nicht gleich an euch zu reißen. Wenn ihr etwas abwartet, fühlen sich die anderen eher aufgefordert, sich auch zu beteiligen. Andererseits müsst ihr notfalls jedoch auch deutlich sagen, dass ihr nicht bereit seid, Aufgaben für andere zu übernehmen.

"Jeder arbeitet nur für sich!"
Szenario zwei: In euren Augen bedeutet Gruppenarbeit, dass alle Beteiligten am selben Thema arbeiten, jeder allerdings versucht, seine eigene Haut zu retten. Das bedeutet, ihr plant einfach eine von den anderen losgelöste Präsentation. Diese Form der Arbeitsgruppe herrscht vor allem dann vor, wenn nicht das Gesamtergebnis, sondern jedes Gruppenmitglied für sich benotet wird. Genau richtig, denkt ihr?

Oft ist es so, dass die Noten darunter leiden, wenn ihr euch vorher nicht gut absprecht. Allzu schnell überschneiden sich inhaltliche Aspeke. Dann wirft das Ergebnis der Gruppe einen dunklen Schatten auf die individuelle Leistung. Im schlimmsten Fall stehen eure Beiträge sogar in unmittelbarer Konkurrenz zueinander und stechen sich gegenseitig aus. Das Gefühl, gemeinsam etwas Gutes erreicht zu haben, bleibt bei dieser Art der Zusammenarbeit aus.

Wenn die anderen Gruppenmitglieder partout nicht mitmachen wollen, ist es meist schwer, alle von gemeinschaftlichem Arbeiten zu überzeugen. Schlagt dann jedoch zumindest vor, sich einmal zu treffen, um die Inhalte genau abzustecken. Danach kann jeder für sich arbeiten, ohne dass ihr euch ernsthaft in die Quere kommt.

"Jedes Detail wird zerredet!"
Typ drei ist für absolute Demokratie: Alle Gruppenmitglieder sind gleichberechtigt und sollten über jedes Detail informiert sein. Schließlich wollt ihr wissen, was euer Kommilitone später in eurem Namen vorträgt und er soll euch nicht blamieren oder nur ein lückenhaftes Wissen vorweisen.

Nächste Seite

Seite: 1 | 2

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung