In Zukunft werden die Studienplätze für ein Medizinstudium nicht mehr nach Wartezeit vergeben. Darauf hat sich die Kultusministerkonferenz verständigt (Foto: Robert Kneschke/Shutterstock.com) In Zukunft werden die Studienplätze für ein Medizinstudium nicht mehr nach Wartezeit vergeben. Darauf hat sich die Kultusministerkonferenz verständigt (Foto: Robert Kneschke/Shutterstock.com)
Zulassungsverfahren Medizin

Das Warten hat ein Ende

Künftig werden die Studienplätze für ein Medizinstudium nicht mehr nach Wartezeit vergeben. Darauf hat sich die Kultusministerkonferenz in Erfurt verständigt. Die Bundesländer einigten sich zudem darauf, dass die Abiturnote weiterhin entscheidend ist. Die 20-Prozent-Quote für die Vergabe der Studienplätze an die Bewerber mit den besten Abiturnoten bleibt bestehen. Dabei kommen in der Regel nur Einser-Abiturienten zum Zug.
 


Nach Wartezeit wurden bislang weitere 20 Prozent der Plätze vergeben. Dies entfällt in Zukunft. Die verbleibenden 60 Prozent der Studierenden suchten sich die Hochschulen nach unterschiedlichen Kriterien aus. In Zukunft müssen diese neben dem Notendurchschnitt im Abitur mindestens zwei weitere Auswahlkriterien beinhalten. Zusätzlich soll eine noch nicht näher spezifizierte Talentquote eingeführt werden.
 


Ein Schritt in die richtige Richtung sind die neuen Regelungen mit Sicherheit. Doch ob damit das veraltete Auswahlverfahren schon ausreichend optimiert ist? Es darf bezweifelt werden. Offenbar liegt es nun an den einzelnen Hochschulen, sinnvolle Zusatzkriterien zur dominierenden Abiturnote zu schaffen.
 

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